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Deutsche Bank: Skandalöse Abzocke bei Kommunen

Deutsche Bank: Skandalöse Abzocke bei Kommunen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/lapideo/2357752043/sizes/m/##lapideo
Laut einem Bericht der Fernsehsendung Plusminus soll die Deutsche Bank durch das Angebot von hochspekulativen Finanzpapieren deutsche Städte und Gemeinden abgezockt haben.

Die Deutsche Bank hat – wie viele andere Banken auch, die die Krise verursacht haben – mit einer Art Glücksspiel gelockt, indem sie gegen die eigenen Kunden spielte. Zwangsläufig war ihr Gewinn der finanzielle Verlust der Kommunen.

Den Gemeinden und Kommunen ist es grundsätzlich nicht erlaubt zu spekulieren, das wusste natürlich auch die Deutsche Bank, die es sogar selbst in einer ihrer Broschüren so schreibt. Sie meint allerdings auf Anfrage, gegen das Verbot nicht zu verstoßen.

Doch das Stuttgarter Oberlandesgericht urteilte, dass Wetten darauf, wie sich Zinsen für Kredite entwickeln werden, ein Glücksspiel sind. Richterin Josefine Köblitz wörtlich über das aufsehenerregende Urteil: „Dabei spielte die Bank gegen den Kunden, denn sie wollte, wie sie einräumt, einen Gewinn erzielen, der zwangsläufig den Verlust des Gegners ausmacht. Der Kunde konnte hier nicht gegen die Bank gewinnen“.

Das Gericht selbst musste sich sogar von einem Finanzmathematiker erst die komplizierte Zinswette zwei Stunden lang erklären lassen.

Die Stadt Pforzheim steht hier als Beispiel, wie sie auf dieses Abkassieren hereingefallen ist. Allerdings stellt dieses Beispiel bei weitem keinen Einzelfall dar. Es gibt viele Kommunen, denen das gleiche passiert ist. Die Stadt Pforzheim prüft jetzt ebenfalls eine Klage gegen die Deutsche Bank.

In „Plusminus“ wird genau erklärt, wie die Deutsche Bank bei ihrer Abzocke vorgegangen ist, denn ein Mitarbeiter der Deutschen Bank kämpft jetzt auf der Seite der Geschädigten und hat an den gegnerischen Anwalt ein internes Papier verschickt.

Auf ein Befragen teilte der Deutsche Bank-Anwalt Christian Duve (er hält das Urteil für falsch) wörtlich mit: „Es ist richtig, dass die Ertragschancen nach oben begrenzt waren und dass die Verlustrisiken unbegrenzt hätten sein können“.