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Deutsche Bank: Schöne neue Welt des Josef Ackermann – Frauen sind farbig und schön

Deutsche Bank: Schöne neue Welt des Josef Ackermann – Frauen sind farbig und schön

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Josef Ackermann, Chef der Deutschen Bank, schaltet sich in die in diesen Tagen auf politischer Ebene entstandene Diskussion um eine Frauenquote in Führungspositionen ein. Ackermann hat es allerdings geschafft sich beim weiblichen Geschlecht mit seinen Bemerkungen eher unbeliebt zu machen. Ackermann hat bekundet, dass sein Vorstandsteam rein aus Männern bestehen würde.

Er hat jedoch gegenüber dem „Handelsblatt“ gesagt, dass er hoffe in Zukunft mehr Frauen in Führungspositionen zu sehen. Dieser Ausspruch als solcher ist soweit in Ordnung, allerdings fügte er an, er hoffe, dass es dann auch in den Vorstandsetagen „farbiger und schöner“ werde. Ackermann hat in dieser Bemerkung rhetorisch daneben gegriffen oder er wollte provozieren, das weiß niemand so genau.

Die Antwort folgte auf dem Fuße von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner, die Ackermann entgegnete, dass er auf eine „Blumenwiese oder in ein Museum“ gehen solle, wenn er es farbiger und schöner mag. Auch Silvana Koch-Mehrin, Europa-Abgeordnete der FDP, ließ es sich nicht nehmen dem Deutsche-Bank-Chef zu antworten. Er solle sich doch „Bilder an die Wand hängen“, wenn er mehr Farbe will.

Die Deutsche Bank hat sofort regiert und versucht den Fauxpas ihres Chefs zu retten. Die Aussage sei aus dem Kontext gerissen und Ackermann hätte angefügt, dass bei der Deutschen Bank Frauen beschäftigt wären, die keine Quote bräuchten. Ackermann hätte klar gesagt, dass er Frauen in einer Führungsposition aufgrund ihrer Leistungen sehen wolle. Ein wenig Schadensbegrenzung muss ja auch sein. Die Deutsche Bank beschäftigt aktuell immerhin 44,3 Prozent Frauen. Insgesamt befinden sich allerdings derzeit nur 16,1 Prozent Frauen in Führungspositionen bei der Deutschen Bank und keine von ihnen gehört zum Vorstand.