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Deutsche Bahn unter Druck und Erklärungsnot: Hitzeschocks in mangelhaften ICE-Zügen

Deutsche Bahn unter Druck und Erklärungsnot: Hitzeschocks in mangelhaften ICE-Zügen

Nach dem Ausfall von Klimaanlagen in drei ICE während der allergrößten Hitze und keinem Stopp gerät die Deutsche Bahn jetzt immer stärker unter Druck. Bahnchef Rüdiger Grube hat versichert, die Angelegenheit aufzuklären.

Derartige Pannen sind ja schon längst kein Zufall mehr bei der Bahn. Bereits im Jahr 2003 gab es bereits ähnliche Probleme mit den Klimaanlagen und auch das Öffnen der Fenster war damals schon nicht möglich.

Hier geht es auch nicht nur um „die Klimaanlage ist einfach mal ausgefallen“, wobei Schüler sogar kollabierten bei ca. 50 Grad Hitze in den Waggons, sondern solche technischen Schwierigkeiten haben System.

Die Bahn spart an den falschen Stellen und die Fahrgastsicherheit und der Service kommen wohl bei ihr an ziemlich letzter Stelle. Im Fokus steht wohl da eher das Geldverdienen als der Mensch. Deutliche Kritik kommt auch vom Fahrgastverband Pro Bahn: „Man muss einen Zug auch mal anhalten“. Die Bahn habe immer noch nicht gelernt, mit Krisen umzugehen.

Ein Sprecher der Bahn reagierte und versprach, bei der Wartung über Nacht die Klimaanlagen genauer zu überprüfen. Wegen der ausgefallenen Klimaanlagen hat indessen die Bundespolizei Vorermittlungen eingeleitet. Dabei geht es um den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung und der unterlassenen Hilfeleistung durch das Zugpersonal.

Damit nicht genug, jetzt kommen noch weitere Probleme auf das Unternehmen zu, denn gerade beginnen die Tarifverhandlungen für rund 165.000 Beschäftigte. Die Gewerkschaften (Transnet und GDBA) haben bereits mit Streik gegen Bahn und Konkurrenten gedroht.