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Deckungsbeitrag – zwischen Umsatz und Kosten

Deckungsbeitrag – zwischen Umsatz und Kosten

12. Februar 2014

Die kleine Boutique in der Innenstadt und der große international arbeitende Konzern haben auf den ersten Blick nichts gemeinsam, aber es gibt etwas, das beide verbindet und das nennt sich Deckungsbeitrag. Wie viele andere Dinge aus der Betriebswirtschaft, so handelt es sich beim Deckungsbeitrag um einen komplizierten Vorgang, der sich aber trotzdem einfach erklären lässt.

Wie wichtig ist der Deckungsbeitrag?

Wenn man den Begriff Deckungsbeitrag einfach erklären will, dann könnte man sagen, es handelt sich dabei um eine Rechnung, die darüber Auskunft gibt, wie viel der Konzern und auch die kleine Boutique an dem verdienen, was sie verkaufen. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht, denn es sind viele unterschiedliche Faktoren notwendig, um den exakten Deckungsbeitrag zu berechnen. Um auszurechnen, wie teuer ein Produkt verkauft werden muss, um damit einen Gewinn zu machen, muss man zunächst die fixen Kosten berechnen. Zu diesen Kosten gehören die Miete für das Geschäft, die anfallenden Kosten wie Strom, Wasser und auch Versicherungen. Dazu kommen dann die Kosten, die bei der Herstellung eines Produkts angefallen sind, wie zum Beispiel Material und auch die Kosten für die Mitarbeiter. Anhand dieser Angaben wird dann eine Deckungsbeitragsrechnung aufgestellt und mithilfe dieser Rechnung wird dann der effektive Verkaufspreis berechnet. Erst dann kann man sehen, wie viel von einem Produkt verkauft werden muss, damit ein Gewinn erwirtschaftet werden kann. Für jeden, der eine Firma oder auch nur ein kleines Geschäft hat, ist der Deckungsbeitrag von großer Bedeutung, denn er entscheidet letztendlich darüber, ob ein Geschäft erfolgreich ist oder nicht. Da aber alle Theorie bekanntlich grau ist, kann man den Begriff Deckungsbeitrag vielleicht an einem Beispiel besser erklären.

Der Deckungsbeitrag in der Praxis

Für jeden Geschäftsmann ist der Deckungsbeitrag eines der wichtigsten Instrumente, um erfolgreich zu wirtschaften, und wenn es optimal läuft, dann sollte der Deckungsbeitrag mindestens die Fixkosten abdecken, die entstehen. Wenn es perfekt läuft, dann bleibt auch noch ein Gewinn übrig. Hier ein Beispiel, wie ein Deckungsbeitrag aussehen könnte:

Ein Unternehmen hat 1.000 Schlüsselanhänger zu einem Verkaufspreis von je 5,50 Euro verkauft und damit 5.500,- Euro verdient.

Die variablen Kosten für die Schlüsselanhänger belaufen sich auf 3,15 Euro, und wenn man jetzt rechnet, dann sieht der Deckungsbeitrag wie folgt aus:

  • 5.500,- Euro – 3.150,- Euro = 2.350,- Euro

Von diesem Betrag müssen aber auch noch die fixen Kosten abgezogen werden, die in unserem Beispiel 2.950,- Euro betragen:

  • 2.950,- Euro – 2.350,- Euro = 600,- Euro

Es wurde also ein Gewinn von 600,- Euro für die Schlüsselanhänger erwirtschaftet.

Natürlich ist nicht jede Rechnung so einfach wie das Beispiel mit den Schlüsselanhängern, denn um dauerhaft einen Gewinn zu erzielen, kommt es auf viele verschiedene Faktoren wie unter anderem auch die Stückzahl an.

Fazit

Der Deckungsbeitrag ist für einen Betrieb immer wichtig, wenn der Betrieb erfolgreich sein will. Kein Buchhalter und kein Disponent kommen ohne die exakte Berechnung des Deckungsbeitrags aus, denn mithilfe des Deckungsbeitrags kann man schnell und einfach ausrechnen, ob ein Geschäft sich wirklich lohnt oder eher nicht.

Quelle: Deckungsbeitrag — unternehmerlexikon.de