close
Das Tauziehen um den Versicherer Deutscher Ring geht weiter

Das Tauziehen um den Versicherer Deutscher Ring geht weiter

Der Deutsche Ring weckt schon seit geraumer Zeit Begehrlichkeiten bei der Basler Versicherungsgesellschaft Bâloise und der deutschen Signal Iduna. Mittlerweile ist eine regelrechte Schlammschlacht entbrannt, deren Ausgang vorerst unbekannt ist. Keine der beiden Parteien will bei der Zerschlagung des Deutschen Rings nachgeben. Nicht nur der Deutsche Ring selbst, sondern auch die eigene Vertriebstochter OVB ist von dem Kampf betroffen.

Der Deutsche Ring Krankenversicherungsverein ist derzeit mit 3,74 Prozent an dem Kölner Strukturvertrieb beteiligt. Die Signal Iduna hingegen habe wohl, so spricht man branchenintern hinter vorgehaltener Hand, ihre Beteiligung an der OVB auf 28,6 Prozent erhöht. Eine offizielle Stellungnahme hierzu gibt es allerdings nicht. Es wurde aber von Seiten der Signal Iduna bestätigt, dass die Signal Iduna Interesse daran hätte, die Anteile, die Sie am OVB halte gegen die Gesellschaften Deutsche Ring Leben und Deutsche Ring Sach, die sich in der Hand von Bâloise befinden, zu tauschen. Somit wären neben der Deutsche Ring Krankenversicherung, die heute schon der Signal Iduna gehört, auch die Sparten Leben und Sach bei dem deutschen Versicherer vereint.

Wie der Basler Versicherer am Mittwoch verkündete ziele man durch den Besitz der beiden Gesellschaften, Leben und Sach des Detuschen Rings darauf ab, dass sich die Signal Iduna in geordneten Verhältnissen von der Krankenversicherungssparte trennen kann. Der derzeitige Status Quo verstößt wohl gegen das aktuelle Wettbewerbs- und Versicherungsrecht. Die Mitarbeiter dürfen aus der Trennung keine Nachteile haben und man solle sich am Standort Hamburg engagieren. Der Chef der Bâloise-Gruppe, Martin Strobel sagte, dass man eine gütliche Einigung mit der Signal Iduna und der Deutsche Ring Krankenversicherung anstrebe. Im Interesse der Mitarbeiter und Kunden erwarte man eine gute Zusammenarbeit mit der Signal Iduna, um eine schnelle und geordnete Trennung zu vollziehen. Wir haben der Signal Iduna, als Reaktion auf das behördliche Schreiben angeboten, die Verhandlungen sofort wieder aufzunehmen, so erklärte Strobel weiter.

Zwischenzeitlich hat Bâloise reagiert und für seine beiden Töchter des Deutschen Rings eine eigene Vertriebsorganisation gegründet, die jetzt aufgebaut werden soll. Damit wolle man die Vertriebskraft und das Wachstumspotential der beiden Organisationen des Deutschen Rings stärken.