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DAK ist pleite – Dementi von Krankenkasse

DAK ist pleite – Dementi von Krankenkasse

Die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) soll laut Medienberichten insolvent sein und zum Jahresende ein massives Defizit bei den Finanzen ausweisen. Die DAK selbst weist die Berichte scharf zurück. Es wären Spekulationen, die jeglicher Grundlage entbehren, so Jörg Bodanwitz, ein Sprecher der DAK. Er wittert hinter diesen Aussagen einen Versuch der Mitbewerber, der DAK großen Schaden zuzufügen.

Alleine im ersten Quartal 2010 habe die DAK einen Überschuss erwirtschaftet, der bei 31 Millionen Euro liegt. Der Sprecher fügte hinzu, man könne schon daran erkennen, dass die DAK auf soliden Beinen stehe.

Einem Bericht der „Financial Times Deutschland“ zufolge soll die DAK am Jahresende ein Minus von 200 Millionen Euro ausweisen, was ihre Finanzkraft übersteigen würde. Sogar 800 Millionen Defizit sollen dem Bericht nach in 2011 erwirtschaftet werden.

Die anderen Krankenkassen hätten anscheinend eine Modell durchgerechnet, bei dem die DAK insolvent wäre und von den anderen Kassen aufgefangen werden müsse. Das Minus, das die DAK im letzten Jahr erwirtschaftet hat, lag bei 223 Millionen Euro. Aufgrund dieses Defizits war die DAK gezwungen als eine der ersten gesetzlichen Krankenkassen einen Zusatzbeitrag zu erheben. Aufgrund der Zusatzbeiträge soll die DAK in besonderem Maße von Mitgliederkündigungen betroffen gewesen sein. Es ist die Rede von bis zu 200.000 Mitgliedern, die gekündigt haben.