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CSU will Griechenland aus der Eurozone werfen

CSU will Griechenland aus der Eurozone werfen

Hans-Peter Friedrich, Landesgruppenchef der CSU, hat gesagt, dass er den Austritt Griechenlands aus der Eurozone empfiehlt.

Er sieht in Griechenland nicht nur Liquiditätsprobleme. Vielmehr ist der CSU-Landesgruppenchef der Meinung, dass Athen ein grundlegendes Struktur- und Wachstumsproblem hätte. Gegenüber dem Magazin „Spiegel“ sagte er, dass das südeuropäische Land ernsthaft über einen Austritt aus der Europäischen Währungsunion nachdenken soll. Friedrich führte weiter aus, dass ein solcher Schritt nicht zum Tabu erklärt werden dürfe.

Am Freitag hat Griechenland öffentlich bekannt gegeben, dass man die angebotene Hilfe der EU-Mitgliedsstaaten und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Anspruch nehmen wolle. Athen erhofft sich die Schuldenkrise, die das Land schon seit Monaten in Atem hält, so zu bewältigen.

Die Inanspruchnahme der Hilfen wird jedoch nicht auf Dauer dazu führen, dass Griechenland aus der Schuldenkrise herausfindet. Das Land muss dringend tiefgreifende Strukturreformen auf den Weg bringen und umsetzen. Nur so kann das Vertrauen am Kapitalmarkt wiedergewonnen werden. Olli Rehn, EU-Kommissar, hatte am Wochenende zur Eile bei der Kreditgewährung gemahnt.

Bild: primeministergr