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Commerzbank: Zusatzgebühren bei Überziehung gerichtlich untersagt

Commerzbank: Zusatzgebühren bei Überziehung gerichtlich untersagt

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/marcokenmoeller/185339139/sizes/m/in/photostream/##marcokenmoeller
Ein Dispo-Kredit kostet in aller Regel recht hohe Zinsen. Wer diesen überschreitet, muss zusätzliche Zinsen für eine geduldete Überziehung zahlen. Die Commerzbank hat darüber hinaus weitere Gebühren in Rechnung gestellt. Nach Ansicht des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist dies zuviel des Guten.

Damit untersagt das Gericht der Commerzbank, weitere Gebühren für eine Überziehung zu verlangen. Die Commerzbank hat für jede weitere Überweisung, die über das Limit des Dispo-Kredits hinausging, zusätzlich fünf Euro in Rechnung gestellt. Die Richter waren der Ansicht, dass das Ausführen einer Überweisung für die Bank keinen erhöhten Aufwand darstelle, wenn ein Konto über den Dispo hinaus überzogen ist. Das erhöhte Risiko, das die Bank in solch einem Fall zu tragen habe, sei bereits mit den zusätzlichen Zinsen abgegolten.

Die Commerzbank verlangt ohnehin schon saftige Zinsen für das Überziehen des Dispo-Kredits. Hier werden stattliche 18,74 Prozent Zinsen fällig. Damit liegt die Commerzbank sehr weit vorne. Das war auch zu erwarten. Immerhin konnte die Bank während der Finanz- und Wirtschaftskrise nur überleben, weil sie staatliche Hilfsgelder in Anspruch genommen hatte. Damit sie wieder in die schwarzen Zahlen findet muss sie in allen Bereichen viel Geld verdienen.

Kunden der Commerzbank, die von der Bank mit den Gebühren für die geduldete Überziehung belastet wurden, können ihr Geld von der Bank zurückfordern.