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Commerzbank: Top-Banker sollen mehr Geld bekommen – Gehaltsexzesse gehen weiter

Commerzbank: Top-Banker sollen mehr Geld bekommen – Gehaltsexzesse gehen weiter

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/chrisjrn/3444901437/sizes/m/in/photostream/##Christopher Neugebauer
Die Bundesregierung hat die Gehälter von Top-Managern in Banken, die staatliche Hilfen in Anspruch genommen haben, auf 500.000 Euro begrenzt. Einem Top-Banker schmeckt dieser Umstand natürlich nicht. Für ein solch mickriges Gehalt wäre er noch vor der Krise erst gar nicht in die Bank gekommen. Doch die Krise hat auch die Banker gelehrt, dass es eben auch anders geht – gehen muss.

Allerdings war der Lerneffekt dabei nur von sehr kurzer Dauer, denn Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, Martin Blessing, kämpft dafür, dass seine Mitarbeiter mehr Geld bekommen.

Die Commerzbank war in der Krise mit 18,2 Milliarden Euro unterstützt worden und der Bund hat sich in die Bank eingekauft. Jetzt fordert Blessing von der Bundesregierung, dass man die Begrenzung der 500.000 Euro Gehalt nicht auf alle Mitarbeiter ausweite. Derzeit sind nur die Top-Manager in den Banken auf 500.000 Euro im Jahr begrenzt.

Blessing ist der Meinung, dass es durchaus legitim sei anderen Mitarbeitern mehr als 500.000 Euro Jahresgehalt zu zahlen, da die Bank trotz dieser Zahlungen wieder zurück in die Gewinnzone gefunden habe. Eine schwierige Forderung, wird die Commerzbank doch noch mit Staatsgeldern, also letztendlich Geldern gestützt, die dem Steuerzahler fehlen.

Dem mündigen Bürger ist ohnehin nicht mehr zu vermitteln, warum Mitarbeiter in Banken mehr als 500.000 Euro verdienen müssen. Zur Existenzsicherung dienen 500.000 Euro jedenfalls nicht. Der Durchschnitts-Deutsche verdient derzeit gerade einmal knapp 30.000 Euro in einem Jahr und kann sich eine Summe, die 16,5 Mal so hoch ist nur schwer vorstellen, geschweige denn wird er sie je in einem Jahr verdienen.