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Commerzbank braucht Geld und prüft Kapitalerhöhung

Commerzbank braucht Geld und prüft Kapitalerhöhung

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/uherrmann/3602191977/sizes/o/in/photostream/##Uli H.
Dem Vernehmen nach will der Vorstand der Commerzbank noch im Oktober prüfen, ob die Bank bis zum Jahresende eine Kapitalerhöhung durchführen kann. Ob die Bank tatsächlich neue Aktien emittiert wird der Geschäftsbericht des dritten Quartals zeigen.

Durch die Platzierung neuer Aktien will die Bank zwischen drei und vier Milliarden Euro einsammeln, so ein Bericht in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Von Seiten der Commerzbank gibt es bislang keine Auskunft. Das Blatt beruft sich auf interne Kreise.

Der aktuelle Aktienkurs, so heißt es, wäre derzeit noch nicht hoch genug, dass die Commerzbank über eine solche Maßnahme nachdenken könne. Das Institut muss allerdings dringend Geld einsammeln, will man die staatlichen Hilfen in Milliardenhöhe schnell zurückzahlen.

Es gibt aber auch andere Wege das nötige Geld zusammenzubekommen. Martin Blessing, Vorstand der Commerzbank, hat gesagt, dass man die Bilanzsumme reduzieren könne und die Möglichkeit weitere Teile der Bank zu veräußern bestünde. Die Commerzbank wurde mit Staatshilfen von 16,4 Milliarden Euro gestützt, außerdem ist der Bund mit 25 Prozent an dem Institut beteiligt.

Die Commerzbank hat im ersten Halbjahr einen Netto-Gewinn von 1,1 Milliarden Euro erzielt. Schon werden Stimmen laut, dass das Institut möglichst rasch die in Anspruch genommenen Staatshilfen wieder zurückzahlen soll.