close
Commerzbank: Boni werden von Investmentbankern eingeklagt

Commerzbank: Boni werden von Investmentbankern eingeklagt

Die Commerzbank ist während der Finanz- und Wirtschaftskrise teilverstaatlicht worden. Aufgrund der staatlichen Beteiligung wurden die Bonuszahlungen an Mitarbeiter gestoppt. Auch die Zahlungen an die Investmentbanker. Genau diese wollen jetzt aber ihre Bonuszahlungen einklagen.

In erster Instanz hatten sie bereits verloren, deshalb gehen sie jetzt in Revision und lassen ihre Klage in zweiter Instanz prüfen.

Die Investmentbanker hatten am Montag einen Verhandlungstermin vor dem Frankfurter Landgericht. Insgesamt klagen 14 Angestellte der Dresdner Kleinwort Investment Bank, die seit der Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank nun automatisch zur Commerzbank gehört. Es geht um Zahlungen, die sich zwischen 29.000 bis 450.000 Euro bewegen und im Jahr 2008 fällig waren. Die gesamte Klage umfasse 2,37 Millionen Euro.

Der Vorstand der Bank hatte beschlossen, dass man von den ursprünglich avisierten 400 Millionen Euro Bonuszahlungen nur einen Teil auszahlen werde. Bislang wurde lediglich zehn Prozent der Summe ausgezahlt. Ob diese Zusage tatsächlich rechtskräftig ist hat jetzt das Frankfurter Landgericht zu prüfen, denn die Zusage wurde nur vorläufig gegeben.

Letztendlich kann eine Bonuszahlung nur vorgenommen werden, wenn auch das entsprechende Geld vorhanden ist. Eine Bank, die ein Defizit einfährt hat dementsprechend auch kein Geld um Boni auszuzahlen. Die Commerzbank musste im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise mit 18,2 Milliarden Euro gestützt werden und war teilweise verstaatlicht worden. Aktuell hält die Bundesregierung 25 Prozent an der Commerzbank.