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City BKK: Erste Krankenkasse steht vor Insolvenz

City BKK: Erste Krankenkasse steht vor Insolvenz

Die City BKK ist die erste Krankenkasse, die vor einer Insolvenz steht. Das Gesundheitsministerium und das Bundesversicherungsamt sind sich einig, dass die City BKK geschlossen werden muss.

Einem Bericht im Magazin „Spiegel“ zufolge soll die City BKK im vergangenen und aktuellen Jahr 50 Millionen Euro Schulden gemacht haben.

Am 1. Juni haben sich der Geschäftsführer des BKK Bundesverbands, Heinz Kaltenbach, der Abteilungsleiter des Bundesgesundheitsministeriums, Ulrich Orlowski, der Präsident des Bundesversicherungsamts, Maximilian Gassner und der Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz zu Gesprächen getroffen, um über die angeschlagene Krankenkasse zu sprechen. Nach den Gesprächen hatte Kaltenbach eine E-Mail versendet, in der er darauf hingewiesen hat, dass sowohl Gassner als auch Orlowski auf eine rasche Auflösung der Krankenkasse drängen und er aus Sicht der Schadensbegrenzung keine andere Möglichkeit sehen würde als die Krankenkasse zu schließen. Von Seiten des Amts soll diese Entscheidung „kompromisslos durchgezogen“ werden.

Bei einer Schließung der City BKK werden 150 Millionen Euro Kosten entstehen, die von den anderen BKK-Kassen getragen werden müssten. Der Vorstandsvorsitzender des BKK-Landesverbands Baden-Württemberg, Konrad Ehing hat gesagt, dass er einen Dominoeffekt befürchte.