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Citigroup: Offenbar Täuschung von Anlegern

Citigroup: Offenbar Täuschung von Anlegern

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/pikerslanefarm/2381956837/sizes/o/in/photostream/##amandabhslater
Anscheinend gibt es nur wenige Firmen an der Wall Street, die ihre Kunden nicht täuschen. Die Liste der Unternehmen ist lang. Angefangen mit Lehman Brothers über Goldman Sachs bis hin zu JPMorgan. Da scheint sich die Citigroup einfach nur einzureihen und in bester Gesellschaft zu sein.

Ehemalige Mitarbeiter der Citigroup wollen dem „Wall Street Journal“ mitgeteilt haben, dass man Kunden bewusst über Risiken bei kommunalen Anleihen und Hypotheken im Dunkeln gelassen und die Risiken nicht als solche dargestellt hatte. Genau diese Kapitalanlagen sollen seit Mitte 2007 bis zu 75 Prozent an Wert verloren haben.

Offenbar ist auch schon die US-Börsenaufsicht SEC eingeschaltet und prüft den Fall. Die ehemaligen Mitarbeiter waren ihrerzeit bei Smith Barney beschäftigt, ein Tochterunternehmen der Citigroup. Nach eigenen Angaben hatten sie keine Kenntnis von den Risiken der Anlagen, die sie an wohlhabende Kunden verkauft hatten. Wenn es zu einer Verurteilung der Citigroup kommt und Schadenersatz geleistet werden muss, dann erhalten die ehemaligen Beschäftigten nach amerikanischer Rechtssprechung auch einen Anteil. Die Mitarbeiter hatten aufgrund eines Streit über die Verluste und Risiken Smith Barney verlassen.

Fraglich ist allerdings inwiefern man von einem Mitarbeiter, der auch eine entsprechende Qualifikation mitbringen muss um komplizierte Finanzgeschäfte durchzuführen, erwartet werden kann, dass sie sich mit den Produkten auseinandersetzen, die sie vermitteln. Sicherlich wird hier ein Ansatzpunkt sein, den die Citigroup zu ihrer Verteidigung anbringen wird.