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Christian Wulff und der Islam – Wieviel Islam braucht Deutschland wirklich?

Christian Wulff und der Islam – Wieviel Islam braucht Deutschland wirklich?

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/wolfgangstaudt/1313493289/sizes/m/in/photostream/##Wolfgang Staudt
Christian Wulffs Rede zum Islam spaltet die Republik. Von Seiten der SPD, Grünen und Linke hat Wulff, wie sollte es auch anders sein, für seine Rede nur positive Reaktionen geerntet. Aus den Reihen der Union wird allerdings Kritik an der Rede laut.

Volker Bouffier, Ministerpräsident in Hessen, hat gesagt, dass der Islam sich zunächst zu einer Religion wandeln solle, die mit der aktuellen Zeit des 21. Jahrhunderts kompatibel ist und eines säkularen Staats gerecht werden kann.

Joachim Herrmann, Innenminister in Bayern, nimmt Wulff in Schutz, indem er gesagt hat, dass man den Bundespräsidenten nicht missverstehen darf. Es sei nicht gemeint, dass man in Deutschland den Islam integrieren wolle. Er sehe hierfür überhaupt keinen Anlass.

In seiner Rede hat der Bundespräsident unter anderem gesagt, dass der Islam zweifelsfrei zu Deutschland gehören würde. Das bedeutet aber nicht, dass der Islam zur Staatsreligion werde. Dennoch erntet Wulff gerade aus der Türkei für seine Rede großen Zuspruch, insbesondere vom türkischen Ministerpräsident Erdogan, anscheinend hat man hier seine Aussagen etwas anders aufgefasst als Joachim Herrmann.

Die Bundeskanzlerin hat auf Wulffs Rede in der Form reagiert, als dass sie die türkischstämmigen Mitbürger in der Bundesrepublik aufgefordert hat die deutsche Sprache zu lernen und sich an das Grundgesetz zu halten. Das sollten für Einwanderer eigentlich Selbstverständlichkeiten sein. Schlimm genug, dass Angela Merkel eine solche Forderung aussprechen muss.