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China will den Euro retten

China will den Euro retten

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Die Chinesen wollen den Euro retten, so zumindest erweckt es den Anschein, denn Peking plant den europäischen Ländern, die derzeit arge finanzielle Probleme haben und sich unter den Euro-Rettungsschirm stellen sollten, bzw. schon darunter stehen, durch massive Investitionen unter die Arme zu greifen. Für China ist es die perfekte Möglichkeit das eigene Wachstum deutlich auszuweiten.

Wang Qishan, Vizepremierminister Chinas, hat in Peking im Rahmen eines chinesisch-europäischen Handels- und Wirtschaftsdialogs, an dem außerdem EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia, Währungskommissar Olli Rehn und Handelskommissar Karel De Gucht teilgenommen haben, gesagt, dass man den europäischen Krisenstaaten mit direkten Maßnahmen helfen wolle, damit diese aus der Schuldenkrise finden. Er ist der Meinung, dass besonders die EU und China ihre Handelsbeziehungen deutlich verbessern sollten um gemeinsam an einem nachhaltigen Wachstum zu arbeiten.

Die chinesische Regierung hat in den letzten Jahren vermehrt ausländische Staatsanleihen gekauft, was dazu führt, dass China immer gewichtiger auf internationalem Parkett wird. Gerade in den USA und der EU ist China sehr stark investiert. Sollte sich Peking entschließen das investierte Kapital abzuziehen, dann hätte das einen starken Verfall der jeweiligen Währung zur Folge. Die USA haben Ende des vergangenen Jahres und im Frühjahr 2010 einen kleinen Vorgeschmack erhalten als China in größerem Stil, immerhin 45 Milliarden US-Dollar, Staatsanleihen der USA verkauft hatte.

Für China ist die EU mittlerweile der zweitgrößte Handelspartner und damit einer der wichtigsten Märkte geworden. Die EU findet in China den größten Absatzmarkt. Nicht zuletzt wegen dieser symbiotischen Abhängigkeit gehen die EU und China immer engere Handelsbeziehungen ein und die beiden Wirtschaftsräume verzahnen sich entsprechend enger.