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China: Gericht verurteilt Vater zu 27.000 Euro für zweites Kind!

China: Gericht verurteilt Vater zu 27.000 Euro für zweites Kind!

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/pjanvandaele/4011171020/sizes/m/in/photostream/##pjan vandaele
Ein Jurist verlor in China seine Arbeit als Rechtsdozent und muss eine hohe Geldstrafe zahlen wegen der Nichteinhaltung der per Gesetz vorgeschriebenen „Ein-Kind-Politik“.

Er wurde zu einer Strafe von umgerechnet 27.000 Euro verurteilt, nur weil vor einem Jahr seine zweite Tochter geboren wurde. Jetzt reagierte der chinesische Jurist und klagte gegen die Behörden.
China hat seit ungefähr 30 Jahren die Familienplanung aller Bürger strikt festgelegt.

Speziell in Peking werden Verstöße gegen das für unsere Begriffe sittenwidrige Gesetz schwer geahndet. Der 44-jährige Hochschullehrer Yang Zhizhu hat zwei Töchter, die fünf Jahre alte Yang Ruoyi und die kleine fast einjährige Yang Ruolan.

Er lebt in Peking in einer kleinen Dreizimmer-Wohnung mit seiner Frau, den beiden Kindern und seinem alten Vater. Da seine Frau arbeitslos ist, können sie diese hohe Summe niemals aufbringen. Der Jurist wurde erst vom Dienst suspendiert und sein Gehalt immer weiter nach unten gekürzt. Jetzt bekommt er nur noch 100 Euro im Monat, von denen die Familie insgesamt leben muss. Jetzt will sich der zweifache Familienvater diese per Gesetz vorgeschriebene „Ein-Kind-Politik“ nicht mehr gefallen lassen und hofft auf Lockerung des diskriminierenden Gesetzes durch seine Klage.

Wenn man die jüngsten Fälle der aus den verschiedensten Gründen aufbegehrenden Bürger in China verfolgt lässt auch diese nur in China tragische Familienplanung nichts Gutes ahnen für den Ausgang der Klage des zweifachen Vaters. Im fernen Deutschland kann man ihm nur die Daumen drücken.