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Chemieunfall in Ungarn: Gift hat Donau erreicht

Chemieunfall in Ungarn: Gift hat Donau erreicht

In Ungarn ist es am Montag zu einem Chemieunfall in einer Aluminiumfabrik gekommen bei dem Giftschlamm, getränkt mit einer bleihaltigen Masse, ausgetreten ist. Die ungarischen Behörden versuchen seit zwei Tagen die Katastrophe unter Kontrolle zu bringen.

Jetzt sind die ersten Ausläufer in den Bereich der Raab und Donau gelangt.

Nach ersten Messungen soll sich der Laugengehalt in den beiden Flüssen bereits leicht erhöht haben. Die Wasserbehörde in Ungarn spricht davon, dass das Ökosystem an der Donau unter akuter Gefahr steht. Immerhin ist die Donau der zweitlängste Fluss Europas und gilt als wichtige Handelsroute quer durch Europa.

Der Unfall hat sich 165 Kilometer westlich von Budapest ereignet. Es seien ungefähr 1,1 Millionen Liter einer schlammigen Masse, die als Abfallprodukt bei der Aluminiumherstellung entsteht, aus einem Auffangbecken gelaufen. Bisher sind vier Menschen dadurch gestorben, drei werden noch immer vermisst und 120 Personen sind verletzt. Nach Einschätzung von Experten rechnet man damit, dass die Säuberungsarbeiten bis zu einem Jahr dauern können.