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Chaos: „Wilder“ Fluglotsenstreik in Spanien legt das Land lahm

Chaos: „Wilder“ Fluglotsenstreik in Spanien legt das Land lahm

Chaos: "Wilder" Fluglotsenstreik in Spanien legt das Land lahm 5
Bild: ##http://www.flickr.com/photos/andresrueda/2951495513/sizes/m/in/photostream/##Andres Rueda
In Spanien herrscht Chaos. Von der Regierung gibt es Überlegungen, den Alarmzustand auszurufen. Überraschend hatten sich 90 Prozent der Fluglotsen im Land krank gemeldet. Das sieht nach einem nicht genehmigten Streik aus.

Stark frequentierte Flughäfen wie die in Mallorca, Madrid, Ibizia und Barcelona und außer diesen insgesamt acht weitere sind geschlossen. Über 300.000 Fluggäste können nicht reisen und warten seit Freitag auf ihren Abflug. Der Flugverkehr aus anderen europäischen Ländern nach Spanien wurde ebenfalls eingestellt.

Die Fluglotsen haben diesen ungewöhnlichen „wilden Streik“ aus Protest gegen die Sparpläne ihrer Regierung begonnen. Diese drohte jetzt sogar mit Festnahme, falls die Fluglotsen ihre Arbeit nicht wieder aufnehmen würden. Das Militär hat in Spanien mittlerweile Kontrollen über den Luftraum und die zivilen Flughäfen übernommen

Ein Teil der Streikenden kehrte in ihre Kontrolltürme zurück, nahm aber die Arbeit trotzdem nicht wieder auf. Es geht um die Sparmaßnahmen, die Spanien einleiten musste angesichts der überaus angespannten Haushaltslage im Land. Darunter fällt auch die teilweise Privatisierung von Flughäfen. Die Lotsen haben schon lange mit der AENA über ihre Löhne und Arbeitsbedingungen ohne Erfolg verhandelt. Das Maximum ihrer Arbeitszeit hatten sie schon vor einigen Wochen erreicht.

Für Samstag Vormittag hat der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero jetzt eine Krisensitzung einberufen, um die sich weiter zuspitzende Situation wieder in den Griff zu bekommen.
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