close
Chaos beim Bio-Sprit – Benzingipfel soll’s jetzt richten

Chaos beim Bio-Sprit – Benzingipfel soll’s jetzt richten

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/tamburix/1586779942/sizes/m/in/photostream/##tamburix
Es gibt weitere Zusammenstöße ohne Sachschaden wohlgemerkt. Gemeint ist das Spitzentreffen zum Benzingipfel. Wieder Streit in der Koalition, der eine „hü“, der andere „hott“, ohne Pferd aber es geht um viel PS und „Kollateralschäden“!

Ehe noch ein größeres Debakel entsteht, sitzt man heute zusammen. Hoffentlich nicht nur „aus“ wie die Kanzlerin meistens. Wer wieder einmal auf der Strecke bleibt bisher ist der Verbraucher. Ohne ihn geht zwar nichts, aber leider mit ihm auch nicht. Die haben sich massenweise des Bio-Sprit-Tankens verweigert. Nun müssen die, die das Sagen und Verdienen haben, dieses Debakel wieder mal richten.

Nachdem die meisten Autofahrer das vielgepriesene Bioethanol-Gemisch E10 verweigert haben soll heute eine (Tank-)Lösung, vielleicht mit Ethanol, gefunden werden, denn sonst hätte die Industrie umsonst produziert und das so hochgelobte Sprit-Gemisch verdirbt auch noch schnell. Da muss man dann auch noch an den Tanksäulen Verfallsdaten anbringen! Gut für die Papier- und Kleberindustrie!

Umweltminister Röttgen, der auch schon viel ver-, nein gezapft hat will natürlich, dass weitergezapft wird. Dagegen sprechen die Gelben in der Regierung allemal. Liberal bedeutet ja auch, immer für die Produzenten zu sein und Lobbyisten zu bedienen, damit sie verdienen. Die Welt ist bunt. Auch Wirtschaftsminister Brüderle will teilnehmen, schließlich geht es um Sprit. Pardon.

Ob man heute mit Röttgen, Brüderle, Verbraucherministerin Aigner und Verkehrsminister Peter Ramsauer sowie Automobilverbänden, Autoclubs, den Verbänden der Mineralölwirtschaft, der Bioethanol-Branche, dem Bauernverband und den Verbraucherzentralen auch nur ansatzweise zu Lösungen kommen wird, ist zu bezweifeln. Die Palette der Teilnehmenden ist zumindest riesengroß. Ob das hilft, das Gemisch unter die Leute und ihre Autos zu bringen?

Der „einfache“ und hier nicht informierte Bürger weiß nämlich: „Viele Köche verderben den Brei“. Auf die Mischung, die hier gekocht wird, bestehend aus: Bioethanol, Lobbyinteressen, viel Geld und Politik darf man äußerst gespannt sein. Eines scheint klar, auch in Deutschland werden viele Flächen umgewandelt werden in Monokultur, die wiederum äußerst schädlich ist für die so sehnlichst gewünschte Klimaverbesserung. Das lernen schon die Schulkinder im nicht sehr bildungsfreudigen Land Deutschland.