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CDU-Vorstandsklausur: Merkel verschnupft und konservativ in Mainz

CDU-Vorstandsklausur: Merkel verschnupft und konservativ in Mainz

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Auf der CDU-Vorstandsklausur in Mainz zeigt sich die Kanzlerin angriffslustig, aggressiv, konservativ und ist selbst angegriffen. Allerdings hat sie eine Erkältung fest im Griff. Hauptsächlich ihre Stimme. Das trifft auch einmal Politiker.

Beim Treffen hantierte die CDU wieder einmal nur mit ihren ewig zitierten Themen Steuervereinfachung und Euro-Länder-Hilfen, Schutzschirm. Angela Merkel hat erkannt, dass sie die konservativen Werte innerhalb der Partei mehr hofieren muss, das hat sie getan und so war es ruhig.

Die Grundlagen für die anstehenden Landtagswahlen sind erarbeitet. Die Partei ist für Deutschland als Industrieland, die Wirtschaftspolitik ist im Fokus. So wurde einstimmig die „Mainzer Erklärung“ vom CDU-Vorstand verabschiedet. Nichts Neues.

Ein Problem wird die CDU sicherlich künftig haben. Ihr liberaler Wunschpartner, den sie so sehr umworben hatte ist ihr inzwischen fast ganz abhanden gekommen. Es muss überlegt werden, wenn die Liberalen nicht mehr in die Parlamente gelangen, wie es weitergehen soll. Da die Kanzlerin keine Gelegenheit auslässt, über die Roten und die Grünen aggressiv zu lästern und zu meckern wird es wohl schwer werden in der Zukunft. Oder: Versprochen, gebrochen gilt dann für die Kanzlerin selbst!

Es wäre wünschenswert, dass die Kanzlerin einmal ein Machtwort zu ihrem in sich selbst verliebten FDP- und Außenminister spricht, der keine Gelegenheit auslässt, sich darzustellen, denn darüber hinaus kommt von dieser Seite nichts wirklich politisches, was die „Koalitionsliebe“ noch aufrecht erhalten würde. Im Gegenteil. Es muss aufgepasst werden, dass die Liberalen nicht auch die CDU/CSU in ihr Fahrwasser treiben und alle wegschwimmen.