close
CDU-Parteitag: Mit über 90 % Merkel wiedergewählt

CDU-Parteitag: Mit über 90 % Merkel wiedergewählt

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/3073630709/sizes/m/in/photostream/##Michael Panse
Die CDU hat heute ihrer Vorsitzenden Angela Merkel für weitere zwei Jahre den Rücken gestärkt. In Karlsruhe, beim Parteitag stimmten 90,4 Prozent der Delegierten für die „schwarze Kanzlerin“. Heute gab sie sich bewusst konservativ. Sie hat ja auch viel zu verlieren selbst in den eigenen Reihen.

Seit 2000 führt Merkel die CDU. Noch nie hatte die CDU so schlechte Umfragewerte wie seit der Koalition mit der FDP. Vor zwei Jahren bekam sie noch auf dem CDU-Parteitag 94,8 Prozent der Stimmen. Kein Wunder, ein schlechter Start, holprig, Anfeindungen, öffentliche Kritik und schlechte Manieren, mehr kann man bisher nicht zu dieser Koalition sagen.

Immerhin konnte, wenn auch nicht bei den meisten Bürgern, Merkel heute in ihrer eigenen Partei punkten. Ihr Minister Norber Röttgen bekam 88,2 Prozent der Stimmen, Volker Bouffier (Konservativer und Hessens Nachfolger des Ministerpräsidenten Roland Koch) erhielt 85,1 Prozent, Arbeitsministerin von der Leyen 85,1 Prozent und Annette Schavan (Bildungsministerin) 64,1 Prozent der Stimmen. Sie wurde zur stellvertretenden CDU-Vorsitzenden gewählt. Auch der CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe wurde wieder mit 90,3 Prozent im Amt bestätigt.

Auf dem Parteitag forderte Merkel dazu auf, eine bürgerliche Politik neu zu begründen und bekannte sich ausdrücklich zu den christlichen Werten in der CDU. Sie erteilte den Oppositionsparteien im Hinblick auf die im März in Baden-Württemberg anstehenden Wahlen eine klare Absage. Die Bilanz der Koalition könne sich sehen lassen nach über einem Jahr des Regierens.

Da kann man nur fragen welche Bilanz? Die Bilanz hat auch klare Aussagen: Die Armen werden immer noch ärmer und die Reichen immer noch reicher. Die Schlagworte dieser Koalition lauten: Regieren gegen den eindeutigen Willen der Bürger, Lobby-Politik, unsozial, ungerecht und abgehoben. Und wenn daraufhin auch noch von Merkel jetzt mehr Konservatismus heraufbeschworen wird, wird es ganz schwarz und dunkel. Gute Nacht Deutschland!