close
Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg mit Ehefrau in Afghanistan

Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg mit Ehefrau in Afghanistan

Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg mit Ehefrau in Afghanistan 5
Bild: ##http://www.flickr.com/photos/augustinfotos/5158552034/sizes/m/in/photostream/##Bundeswehr-Fotos
Der in den Umfragewerten immer noch ganz oben stehende Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg besuchte ohne Vorankündigung aus Sicherheitsgründen mit seiner Ehefrau Stephanie deutsche Soldaten in Afghanistan.

Seine Delegation flog zunächst nach Mazar-i-Sharif, Sitz des nördlichen Regionalkommandos. Anschließend ging die Reise weiter nach Kundus.

Zu diesem Besuch gab es Kritik aus der Opposition, er nutze diese Reise als Show. Denn zu Guttenberg beteiligte sich mit Moderator Kerner an einer Talkshow mitten in Afghanistan und der Bundeswehr im Hintergrund. Laut Opposition eine Selbstinszenierung. Der Minister will den Besuch nutzen, um mit den deutschen Soldaten zu sprechen und ihre Lage vor Weihnachten direkt vor Ort zu erkunden, so verlautet es offiziell.

Seine Frau begleitet ihn, um sich über die Betreuungseinrichtungen der Bundeswehr für Familien zu verschaffen. Zu viel des Guten? Zu Guttenberg, der augenblickliche einzige Strahlemann und Lichtblick in den Medien und der Politik bei einer Talkshow-Inszenierung am Hindukusch mit Gattin? Das klingt schon ein wenig absurd und makaber. Klingt auch nach Wahlpropaganda.

Was hat Kerners Talkshow-Aufzeichnung denn mit den kämpfenden Soldaten in Afghanistan zu tun, von denen mittlerweile bereits viel zu viele ihr Leben lassen mussten? Läuft hier ein Film mit Familie und deutschen Soldaten im Auslandseinsatz, um die Menschen in Deutschland „vorweihnachtlich“ einzustimmen? Das ist nicht nur makaber sondern absurd.

Vielleicht hat RTL sich auch schon bei der Ehefrau Stephanie wieder gemeldet, die dort ja des Öfteren zu sehen ist in Mission für den Missbrauch von Kindern. Sehr ehrenwert, aber: danach kommt die gewohnte Sex-Werbung in RTL. Eigentlich könnte man dem Verteidigungsminister mehr Sensibilität zutrauen aufgrund der bisherigen Sachlage. Man kann den Eindruck gewinnen, die Regierungskoalition kämpft mit allen ihr zur Verfügung stehend Mitteln aus Angst an Machtverlust, und das jetzt vielleicht auch noch am Hindukusch?