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Bundesversicherungsamt: Droht Insolvenz von Krankenkassen?

Bundesversicherungsamt: Droht Insolvenz von Krankenkassen?

Vor kurzem wurde bei den gesetzlichen Krankenkassen die Möglichkeit eingeführt, Zusatzbeiträge von den Versicherten zu verlangen, wenn die Krankenkasse finanzielle Nöte hat. Allerdings werden Zusatzbeiträge keine dauerhafte Lösung sein und den Kassen nicht längerfristig helfen. Von Seiten des Bundesversicherungsamtes (BVA) wird schon in naher Zukunft die erste Insolvenz einer gesetzlichen Krankenkasse erwartet.

Maximilian Gaßner, Präsident des Bundesversicherungsamtes, sagte, dass er damit rechne, in Zukunft die ein oder andere insolvente Kasse beklagen zu müssen. Wenn das BVA feststellen würde, dass eine Kasse nicht mehr tragfähig ist, dann wäre man auch so konsequent und würde die Schließung beantragen.

Laut Angaben Gaßners gibt es derzeit einige Krankenkassen, die Probleme haben. Allerdings würde es derzeit keine Bedenken geben, so dass man noch von Insolvenzanträgen absieht. Auch in Vergangenheit wären Schließungen von Krankenkassen vorgekommen. Ein anderer Weg, der in der Vergangenheit auch schon gewählt wurde, war die Rettung über eine Fusionierung von Krankenkassen.

Zwei Betriebskrankenkassen hatten Mitte April beim BVA angezeigt, dass eine Insolvenz oder Überschuldung möglich wäre. Die City BKK und BKK für Heilberufe stehen demnach mit dem Rücken zur Wand. Derzeit sind bei den zwei Kassen 400.000 Mitglieder versichert. Seit Beginn des Jahres sind gesetzliche Krankenkassen dazu verpflichtet, solche Warnmeldungen abzugeben, wenn sie in finanzielle Bedrängnis geraten. Der BKK-Bundesverband äußerte sich in Gestalt einer Sprecherin, dass man schon auf der Suche nach eine Lösung wäre, um eine Insolvenz der Kassen abzuwenden. Wie es scheint könnte die Lösung eine Fusion mit einer deutlich stärkeren Krankenkasse sein.