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Bundesregierung will Banken ans Geld – Krisenabgaben sollen steigen

Bundesregierung will Banken ans Geld – Krisenabgaben sollen steigen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/maha-online/62627811/sizes/m/in/photostream/##maha-online
Die Bundesregierung plant, dass man die Banken wesentlich stärker zur Kasse bittet als bisher geplant war. Die Banken waren Hauptauslöser der Krise im Jahr 2008, dafür sollen sie nun auch zahlen. Die Bundesregierung zieht in Erwägung keine Höchstgrenze für die Krisenabgabe einzuführen.

Bislang hatte die Bundesregierung angegeben, dass man maximal 15 Prozent des Jahresgewinns, den die jeweilige Bank erzielt, als Krisenabgabe veranschlagen will. Wie die „Financial Times Deutschland“ angibt soll diese Obergrenze nun faktisch aufgehoben werden.

Mit der Bankenabgabe sollen künftige Krisen deutlich gemildert werden noch bevor sie entstehen. Aufgrund der Tatsache, dass die Banken die Krise in 2008 hauptsächlich ausgelöst haben hat sich die Bundesregierung zu dieser Maßnahme entschieden. Insbesondere will die Regierung vermeiden noch einmal so viele Milliarden zur Verfügung stellen zu müssen um die Banken zu retten.

Der Berechnungsschlüssel ist recht kompliziert. Die Höhe der Abgabe errechnet sich aus einem bestimmten Teil der Bilanzsumme. In Abzug werden dann Spareinlagen von Kunden und das Eigenkapital der betreffenden gebracht. Bisher war hier eine Obergrenze von 15 Prozent des Gewinns angedacht. Sollte eine Bank nun über diese 15 Prozent kommen, dann muss sie erst mal nicht mehr zahlen. In Jahren in denen die 15 Prozent allerdings nicht erreicht werden muss die Bank künftig nachzahlen. Entsprechend wird die Obergrenze von 15 Prozent aufgehoben.

Die Banken äußern scharfe Kritik an dem Plan der Bundesregierung. Sie fürchten gerade im internationalen Vergleich stark geschwächt zu werden. Durch die Belastungen hätten die deutschen Banken massive Probleme, das nach Basel III geforderte höhere Eigenkapital aufzubauen.