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Bundesrechnungshof: Höhere Rente für Ost-Arbeitnehmer überholt

Bundesrechnungshof: Höhere Rente für Ost-Arbeitnehmer überholt

Der Bundesrechnungshof ist zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung der Meinung, dass die höheren Renten für Arbeitnehmer aus dem Ostteil der Republik überholt sind. Da es in vielen Branchen Tariflöhne gibt werden die Arbeitnehmer ohnehin in Ost- und Westdeutschland gleich bezahlt.

Laut dem Magazin „Focus“ kamen Prüfer im Rahmen eines Berichts, der an den Bundeshaushaltsauschuss im Bundestag gerichtet ist zu diesem Ergebnis. Noch immer bekommen Arbeitnehmer, die in den neuen Bundesländern ihre Arbeitsleistung erbringen höhere Rentenansprüche als Arbeitnehmer mit vergleichsweiser Arbeitsleistung im Westen Deutschlands. In dem Bericht wurde davon gesprochen, dass diese Besserstellung so nicht beabsichtig wäre. Ursprünglich wäre dieser Unterschied beabsichtigt gewesen, da die Löhne in den Ost-Bundesländern niedriger waren. Heute jedoch führt genau dieser Umstand zu größerer Ungerechtigkeit gegenüber den Arbeitnehmern in den alten Bundesländern. In den Branchen Post, öffentlicher Dienst, Telekommunikation, Versicherungen, Banken und Bahn sollen die Gehälter schon angepasst sein.

Der Rentenwert, der ab ab 01. Juli 2009  gültig ist, liegt im Osten bei 24,13 Euro und im Westen bei 27,20 Euro. Die Beitragsbemessungsgrenze ist im Ostteil der Republik bei 4.650 Euro und im Westen bei 5.500 Euro. Die Bezugsgrößen liegen ins Ostdeutschland bei 2.170 Euro und in Westdeutschland bei 2.555 Euro. Eine Bruttorente errechnet sich aus dem Vervielfältigen des Rentenwerts mit den erreichten Entgeltpunkten und dem Rentenfaktor. Von dem erhaltenen Wert sind dann noch Steuern abzuziehen.