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Bundeshaushalt: Defizit im ersten Halbjahr auf 32,9 Milliarden angewachsen

Bundeshaushalt: Defizit im ersten Halbjahr auf 32,9 Milliarden angewachsen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/wolfgangstaudt/559627350/sizes/m/in/photostream/##Wolfgang Staudt
In der Bundesrepublik ist im ersten Halbjahr 2010 das Defizit auf 32,9 Milliarden Euro angestiegen, so das Statistische Bundesamt (Destatis). Das geht aus der vierteljährlichen Kassenstatistik der Kernhaushalte hervor. Das Defizit des Bundes ist damit mehr als doppelt so hoch wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Hier lag das Defizit bei 14,7 Milliarden Euro.

Im ersten Halbjahr lagen die Ausgaben des Bundes bei 170,2 Milliarden Euro. Damit haben sich diese um 18,5 Milliarden Euro gesteigert, wenn man den gleichen Zeitraum des Jahres 2009 heranzieht. Die Einnahmen hingegen haben sich nicht verändert. Diese liegen weiterhin bei 137,3 Milliarden Euro.

Die Erhöhung kommt zustande, da der Bund Beteiligungen an den Kosten der Arbeitsförderung abgerufen hat. Auch die Beteiligung am Gesundheitsfonds habe zu dem starken Defizit beigetragen. Das Finanzierungsdefizit in den Kernhaushalten der Länder liegt bei 11,2 Milliarden Euro, damit ist dieses um 4,2 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr gesunken. Auch die Ausgaben der Kernhaushalte der Länder sind gesunken. Diese beliefen sich auf 139,8 Milliarden Euro. Die Einnahmen hätten bei 128,6 Milliarden Euro gelegen.

Die Angaben beziehen sich nur auf die Kernhaushalte von Bund und Ländern. Die Extrahaushalte und die Informationen über die öffentlichen Haushalte werden erst im September bekannt gegeben.