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Bundesgerichtshof: Mieterhöhungen werden Kinderspiel

Bundesgerichtshof: Mieterhöhungen werden Kinderspiel

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/robert_scarth/433720047/sizes/m/##Robert Scarth
Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat beschlossen, dass es für Vermieter jetzt noch einfacher werden soll, die Miete zu erhöhen. Ein Mietspiegel, der nicht nach wissenschaftlichen Standards erstellt sein muss, genügt künftig für eine Mieterhöhung. Der Mietspiegel muss somit auch nicht mehr ein Sachverständigengutachten zur Grundlage haben. Es wird künftig erlaubt, eine Mieterhöhung lediglich auf Grundlage des Vergleichs mit den Mietpreisen einer benachbarten Stadt durchzuführen

Der bisher benötigte „qualifizierte“ Mietspiegel, der als Grundlage herangezogen wurde und wissenschaftlichen Grundsätzen folgte, ist nicht mehr erforderlich. Dies entschieden die Richter des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe.

Für viele Mieter wird sich diese Vereinfachung der Mieterhöhungen wahrscheinlich eher negativ auswirken. Wenn der Vermieter die Miete einfach erhöhen kann, wird er dies vielerorts auch umsetzen. Sollte die Nachbarstadt teurere Mieten haben, kann dies für den einen oder anderen Mieter zum Verhängnis werden, der im benachbarten kleineren Ort wohnt. Der Deutsche Mieterbund fordert, dass ein Mietspiegel ermittelt werden muss, der wissenschaftlichen Standards folgt, sobald der betreffende Ort mehr als 10.000 Einwohner hat.