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Bundesfinanzminister: Streit bei G-20-Gipfel

Bundesfinanzminister: Streit bei G-20-Gipfel

Auf dem G-20-Gipfel in Südkorea ist es hoch her gegangen. Hinter verschlossenen Türen soll es sogar zum Streit gekommen sein. Es ging um den Kurs, den die G-20-Staaten in der Wirtschaftskrise einschlagen. Zu einer Einigung ist es nach Angaben des Bundesfinanzministers Wolfgang Schäuble nicht gekommen.

Im südkoreanischen Busan hieß es nach dem Gipfel der Finanzminister und Notenbankchefs der G-20-Staaten, dass sich die weltweite Wirtschaft schneller erholen würde, als angenommen.

Allerdings wären die aktuellen Probleme auf den Finanzmärkten eine große Herausforderung. Man will eine Politik im Wirtschaftsbereich verfolgen, die gut koordiniert ist. Schäuble bekundete, dass die Priorität im Bereich der Förderung der Nachfragestärkung und der Konsolidierung der Haushalte fast einen heftigen Streit unter dem Gremium ausgelöst hätte. Es gäbe Meinungsverschiedenheiten. Die USA haben sich beispielsweise für eine stärkere Förderung der Nachfragestärkung ausgesprochen.

Schäuble hat sich ganz klar für die Konsolidierung der Haushalte ausgesprochen und bekam dafür breite Zustimmung. Axel Weber, Bundesbankpräsident, sagte, dass die wachstumshemmenden Effekte einer Konsolidierung nicht überbewertet werden sollen.