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Bundesbankpräsident Weber versetzt Märkte in Aufruhr

Bundesbankpräsident Weber versetzt Märkte in Aufruhr

Bundesbank-Präsident Axel Weber hat sich am Freitag dafür ausgesprochen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihre expansive Geldpolitik beibehalten soll. Damit kündigt Weber an, dass die Bundesbank auch weiterhin bereit ist die Finanzinstitute mit Geldern in unbegrenzter Höhe zu versorgen.

Der Aufschrei an den Märkten ist angesichts solcher Aussagen sehr groß. Weber will mindestens bis zum Jahresende im „Krisenmodus“ verharren. Der Euro hat sofort mit einem Kursverlust reagiert und die Zinsen für Staatsanleihen aus Deutschland sind auf den Tiefststand gesunken.

Axel Weber wird derzeit als heißester Kandidat auf die Nachfolge von Jean-Claude Trichet an der Spitze der EZB gehandelt. Dementsprechend hat heute schon sein Wort Gewicht. Experten vermuten, dass sich Weber in der Frage der Nachfolge auf den Posten bei der EZB positionieren will und damit demonstriert, dass es mit ihm eine leichte Wende im Denken
der EZB geben wird.

Die Frage ob Weber einen Richtungswechsel der EZB mit solchen Aussagen forciere wurde nicht kommentiert. Er spricht sich auch weiterhin gegen ein Aufkaufen von Staatsanleihen durch die EZB aus. Er ist noch immer der Meinung, dass dieses Vorgehen zu viele Stabilitätsrisiken in sich bürge.