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Bundesbank: Wachstum der Konjunktur befindet sich auf gutem Weg

Bundesbank: Wachstum der Konjunktur befindet sich auf gutem Weg

Axel Weber, Präsident der Bundesbank, erwartet für das zweite Quartal eine deutliche Wachstumssteigerung. Er ist der Meinung, dass die deutsche Wirtschaft nach den schwächeren Wintermonaten ein kräftiges Wachstumspotenzial hat.

Für das erste Quartal rechnet die Bundesbank, so Weber, mit einem leichten Rückgang. Man erwartet aber kein Minus, allenfalls eine Null. Aufgrund der aktuellen Stimmung und der Indikatoren würde man davon ausgehen, dass das zweite Quartal deutlich besser verläuft. Das schwächere erste Quartal wäre auf die Witterung und den unerwartet harten Winter zurückzuführen. Die Bundesbank würde davon ausgehen, dass die Wirtschaft in Deutschland entsprechenden Nachholbedarf hat, der jetzt gedeckt wird. Es wäre weiterhin ein Aufwärtstrend in der deutschen Wirtschaft zu erkennen.

Weber bezeichnete die Situation am Arbeitsmarkt in Deutschland im Vergleich mit anderen Staaten als eine besondere. Eine deutliche Erholung wird sich in den nächsten Monaten nicht zeigen. Es sei eine sehr verhaltene Entwicklung zu beobachten. Der Bundesbank-Chef sieht allerdings auch keine Kreditklemme auf die deutsche Wirtschaft zukommen. Es würden keine Anzeichen zu sehen sein, dass eine Kreditklemme die deutsche Wirtschaft ernsthaft bedroht. Die Gefahr bestünde zwar, aber sie hätte wohl keine ernsthafte Auswirkung auf die allgemeine Entwicklung der Wirtschaft. Außerdem würde die Deutsche Bundesbank kein gesteigertes Inflationsrisiko sehen.

Vielmehr würde man für Deutschland im Grundsatz hoffen, dass die positive Entwicklung der Exporte anhält und sich die Wirtschaft hierüber wieder stärken wird. Von Seiten der Bundesbank wird erwartet, dass gerade die Exporte wieder zum Motor der Wirtschaft werden und die Konjunktur darüber anspringen wird. Die Staatshilfen würden wohl abgebaut werden und verlieren nach und nach an Bedeutung. Die Weltwirtschaft ist nach Meinung von Weber auch im Aufwärtstrend. Es wäre weiterhin eine konjunkturelle Festigung der Weltwirtschaft zu beobachten, allerdings wäre die Geschwindigkeit in den verschiedenen Regionen unterschiedlich.