close
Bundesbank: Stabilisierungsfonds bekommt keine Goldreserven

Bundesbank: Stabilisierungsfonds bekommt keine Goldreserven

Der Euro-Stabilisierungsfonds soll nach dem Willen der Bundesbank nicht durch ihre Goldreserven gestützt werden. Die Bundesbank würde sich entschieden gegen die Bundesregierung wenden, wenn diese ihre Pläne umsetze, gab die Deutsche Bundesbank am Sonntag bekannt. Die Entscheidung, was mit den Goldreserven geschehe würde einzig bei dem Vorstand der Bundesbank liegen, man würde hier „völlig autonom“ entscheiden. Ein Zugriffsrecht auf die nationalen Goldreserven würde weder die Europäische Zentralbank noch die Bundesregierung haben.

Wie die Zeitschrift „Focus“ berichtete, zieht es die Bundesregierung in Betracht, dass man den möglichen Euro-Stabilisierungsfonds mit Goldreserven absichern sollte. Das Finanzministerium hätte vorgeschlagen, die Goldreserven aller früheren europäischen Notenbanken in den Stabilisierungsfonds zumindest buchhalterisch einzubringen. Das finanziell stark angeschlagene Griechenland kann sogar noch auf Goldreserven von 112 Tonnen zurückgreifen. Bei der Deutschen Bundesbank sind die Bestände mit 3.407 Tonnen deutlich höher. Der aktuelle Marktwert beläuft sich auf 90 Milliarden Euro.

Weiterhin ließ die Bundesbank verlauten, dass man aktuell nicht über solche Pläne, der EU oder der Bundesregierung informiert sei. Von Seiten des Bundesfinanzministeriums war zu hören, die Absicherung über Gold würde durchaus eine Option von mehreren darstellen. Momentan würde sich eine solche Debatte nicht stellen hat Michael Offer, Sprecher von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, gesagt. Offer hat noch angefügt, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Wichtigste die Koordinierung mit den europäischen Partnern, allen voran mit Frankreich, sei. Danach würde man sehen wie es weitergeht.

(Quelle: Finanzen)