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Bundesbank-Gewinn wegen niedriger Zinsen geringer

Bundesbank-Gewinn wegen niedriger Zinsen geringer

Aufgrund der niedrigeren Zinsen hat die Bundesbank im letzten Jahr weniger Gewinn eingefahren. Trotzdem wurde immer noch ein Gewinn von 4,1 Milliarden Euro erwirtschaftet, der an den Bundeshalt überwiesen wird. Die deutsche Zentralbank hat noch im Jahr 2008 einen Gewinn von 6,3 Milliarden Euro ausweisen können.

Die Haupteinnahmequelle der Bundesbank sind Zinserträge. Diese hatten eine Höhe von 7,6 Milliarden Euro. Damit hat sich der Wert mehr als halbiert. Im Jahr 2008 konnte die Bundesbank Zinseinnahmen von 16,9 Milliarden Euro verbuchen. Allerdings musste sie auch weniger Zinsen zahlen. Die Zentralbank Deutschlands hatte Zinsaufwendungen von 3,5 Milliarden Euro. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 8,5 Milliarden Euro. Die Bundesbank hat 0,7 Milliarden Euro aus Geschäften mit Währungen, Wertpapieren und Gold verdient. Im Bereich der Beteiligungen hat sie 0,6 Milliarden Euro verdient.

Weltweit hatten die Zentralbanken die Leitzinsen aufgrund der Finanz- und Wirtschaftkrise schrittweise vehement gesenkt. Der Zinssatz der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde von 4,25 Prozent in mehreren Schritten auf 1,0 Prozent gesenkt. Das ist der tiefste Stand, der bisher erreicht wurde.

Im kommenden Jahr wird die Spitze der EZB wechseln. Als heißester Kandidat für die Nachfolge Jean-Claude Trichets gilt der Bundesbank-Präsident Axel Weber. Für Weber wäre dies allerdings ein finanzieller Rückschritt. Bei der Bundesbank hat Weber in 2009 inklusive aller Bonuszahlungen 388.100 Euro verdient. Jean-Claude Trichet hingegen hat 361.000 Euro laut Geschäftsbericht der EZB erhalten.

(Quelle: RP Online)