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Bund verabschiedet Nationales Stipendienprogramm, BAföG gestoppt

Bund verabschiedet Nationales Stipendienprogramm, BAföG gestoppt

Bild:##http://www.flickr.com/photos/sebadorn/3644127758/sizes/m/in/photostream/## this.is.seba
Hochschüler müssen um die geplante BAföG-Erhöhung ab kommendem Wintersemester ernsthaft bangen. Studenten können allerdings ab Herbst von Stipendien profitieren.

Der Bundesrat beschloß nach schwierigen Verhandlungen zwischen Bund und Ländern das umstrittene „Nationale Stipendienprogramm“. Die Länderkammer stoppte dagegen die BAföG-Anhebung wegen finanzieller Bedenken.

Die schwarz-gelbe Koalition will mit dem Programm für Stipendien bis zu 160.000 der leistungsstärksten Studenten monatlich mit 300 Euro fördern, und das wieder einmal unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern.

Das heißt auch, dass hierdurch Studenten in den Genuss kommen werden, deren Eltern zu den ausgesprochenen Gut- und Bestverdienern gehören. Sie erhalten ebenfalls 300 Euro, die eine Hälfte soll von Wirtschaft, Stiftungen und Privatpersonen, die andere Hälfte vom Staat aufgebracht werden.

Für die Auswahl der Stipendiaten sollen die Hochschulen zuständig sein. Neben den Studienleistungen sollen auch andere Dinge wie gesellschaftliches Engagement berücksichtigt werden.

Bei der BAföG-Erhöhung wurde keine Einigung erzielt, hier soll der Vermittlungsausschuss angerufen werden. BAföG wird zu 65 Prozent vom Bund und zu 35 Prozent von den Ländern finanziert und – anders als die Stipendien, die nicht zurückgezahlt werden müssen – werden die BAföG-Leistungen auch Studenten aus einkommensschwachen Familien gewährt.