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Buback-Prozess: Neue Geheimdokumente – Entlastung für RAF-Terroristin?

Buback-Prozess: Neue Geheimdokumente – Entlastung für RAF-Terroristin?

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Nach SPIEGEL-Informationen sind kurz vor Prozessbeginn Geheimdokumente aufgetaucht. Diese könnten dem Prozess, in dem Verena Becker (Ex-RAF-Terroristin) wegen des Mordes an Siegfried Buback angeklagt wird, eine nicht erwartete Wende geben.

Aufgetaucht sind zwei weitere als „geheime Verschlusssache“ eingestufte Vermerke bei erneuter Aktendurchsicht. Dies hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz dem Oberlandesgericht in Stuttgart mitgeteilt. Die Dokumente stammen vom 8. Oktober und 16. November 1981. Sie waren bisher unbekannt.

Danach heißt es, dass Verena Becker und Brigitte Mohnhaupt im April 1977 in den Irak geflogen seien, zum Zeitpunkt des Anschlags waren sie abwesend. Diese Aussage widerspricht der Anklage der Bundesanwaltschaft. Diese beschuldigt Becker, am 6. April 1977, dem Vortag des Attentats entweder in Karlsruhe den Tatort ausgespäht zu haben oder aber zwei weitere RAF-Mitglieder dort mit einem Auto abgeholt zu haben.

Die Anwälte der Angeklagten fordern nun darüber Auskunft, ob es weitere geheime Dokumente gibt und welche davon der Bundesanwaltschaft bekannt seien.