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Brunner-Prozess LG München: Angeblich Blackout – Entschuldigungen

Brunner-Prozess LG München: Angeblich Blackout – Entschuldigungen

Im heute begonnenen Prozess gegen zwei Jugendliche wegen mutmaßlichen Totschlags des Managers Dominik Brunner entschuldigte sich der 19 Jahre alte Angeklagte Markus S.

Er ließ von seinem Verteidiger eine Erklärung vorlesen, nachdem er aufgrund eines Schlages ins Gesicht von Brunner die Kontrolle über sich verloren und einen Blackout gehabt haben will.

Beide Angeklagten haben die Tat gestanden, bestreiten allerdings den Tathergang und behaupten, dass Brunner selbst als Erster zugeschlagen habe. Genau könne er sich aber nicht erinnern, da er zum Tatzeitpunkt betrunken gewesen sei.

„Ich bitte um Verzeihung, auch wenn ich weiß, dass mir nicht verziehen werden kann. Auch ich selbst werde mir nicht verzeihen“, so der Angeklagte. Er versicherte, dass er zu keinem Zeitpunkt mit dem Tod Brunners gerechnet habe, so Markus S.

Der Angeklagte Sebastian L. meinte, es tue ihm von Herzen leid, er habe das nie gewollt.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Jugendlichen Mord aus niedrigen Beweggründen vor. Sie traktierten den Manager brutal mit Faustschlägen und Fußtritten. Sie sollen sogar, nachdem ihr Opfer auf dem Boden lag, auf Kopf und Oberkörper weiterhin eingetreten haben. Die Obduktion ergab insgesamt 22 Faustschläge und Tritte auf den Oberkörper.

In zwei Wochen wird das Urteil vom Landgericht München erwartet.