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Brüssel: Stahlkonzerne im Visier – Ermittlungen gegen 40 Firmen

Brüssel: Stahlkonzerne im Visier – Ermittlungen gegen 40 Firmen

Wie jetzt durch die Nachrichtenagenturen aus Insiderquellen zu erfahren war, werden die EU-Wettbewerbshüter am Mittwoch über Kartellstrafen entscheiden.

ThyssenKrupp und Salzgitter zählen seit Dienstag zu den größten Kursverlierern. Rund 40 Firmen sind ins Visier der EU wegen Kartellabsprachen geraten, unter ihnen der weltgrößte Stahlhersteller Arcelor Mittal.

Die EU-Kommission hatte bereits wegen illegaler Preisabsprachen im Oktober 2008 das Verfahren gegen mehrere Unternehmen eingeleitet. Die Strafen können bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes des jeweiligen Unternehmens betragen. Europaweit litten die Stahlwerte unter dieser Nachricht. Die Aktien von Arcelor Mittal gaben fünf Prozent, die von ThyssenKrupp drei bis vier Prozent nach.

Wegen verbotener Preisabsprachen wurden zuletzt von Brüssel eine Kartellstrafe gegen Chiphersteller, darunter auch Infineon, erlassen. ThyssenKrupp musste bereits im Jahr 2007 wegen Preisabsprachen im Aufzugsgeschäft fast 500 Millionen Euro zahlen.