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Britisches Gericht entscheidet: Siemens darf Eurotunnel-Züge bauen

Britisches Gericht entscheidet: Siemens darf Eurotunnel-Züge bauen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/tonynetone/5100409262/sizes/m/in/photostream/##tonynetone
Der Auftrag zum Bau der Eurotunnel-Züge war eigentlich an Siemens vergeben worden. Der bisherige Hersteller Alstom aus Frankreich wollte diese Entscheidung nicht akzeptieren und ist vor ein britisches Gericht gezogen, um über den Rechtsweg die Auftragserteilung zu erhalten und die Züge wie gewohnt zu fertigen.

Der Londoner High Court hat jetzt entschieden, dass Siemens die Züge wie vom Tunnelbetreiber Eurostar gewünscht bauen darf.

Somit hat das Gericht die von Alstom beabsichtigte Einstweilige Verfügung abgelehnt. Das Gericht ist nicht der Meinung Alstoms gefolgt, dass es Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe des Auftrags gegeben habe. Alstom hatte vorgebracht, dass die von Siemens angebotenen Züge nicht den Sicherheitsbestimmungen des Tunnels entsprechen würden. Allerdings hatte Alstom selbst Züge angeboten, die nicht alle Sicherheitsbestimmungen einhalten.

Alstom ist ohnehin dafür bekannt, ein schlechter Verlierer zu sein und zieht gerne vor Gericht, um Auftragsvergaben doch noch für sich zu entscheiden. Siemens hat sich erleichtert gezeigt. Ein Sprecher von Siemens sagte, dass man immer zuversichtlich gewesen sei. Jetzt hat Siemens auch entsprechende Rechtssicherheit, was die Lieferung der Züge angeht. Immerhin geht es um ein Auftragsvolumen von 800 Millionen Euro.