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Brasilien macht 70 Milliarden für neue Ölquellen locker

Brasilien macht 70 Milliarden für neue Ölquellen locker

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Noch ist das Fördern, Verarbeiten und der Handel mit Erdöl ein einträgliches Geschäft. Deshalb will der Ölkonzern Petrobras aus Brasilien 70 Milliarden Dollar (52 Milliarden Euro) für die Erschließung neuer Ölquellen locker machen. Petrobras ist staatlich kontrolliert und will die Ölvorkommen vor der Küste des Landes anzapfen.

Das gigantische Volumen von 70 Milliarden Dollar stellt weltweit die höchste Kapitalerhöhung einer Firma dar. Bislang war Spitzenreiter die NTT, ein japanisches Telekommunikationsunternehmen, das im Jahr 1987 die unvorstellbare Summe von mehr als 36 Milliarden Dollar eingesammelt hatte.

Mittlerweile ist Petrobras eines der weltweit größten Unternehmen, das sich mit der Förderung von Erdöl auseinandersetzen, die in der Tiefsee vorgenommen werden. Die jüngsten Ereignisse im Golf von Mexiko um die gesunkene Bohrinsel „Deepwater Horizon“ scheinen das Unternehmen nicht abzuschrecken.

Wenn es Petrobras gelingt, die gigantischen Ölvorkommen zu fördern, kann das Unternehmen in den kommenden Jahren zu einem der größten Konzerne weltweit werden, die börsennotiert sind. Der Konzern hat sogar das Potenzial, den riesigen US-Konzern Exxon Mobil zu übertrumpfen. Bleibt nur zu hoffen, dass man sich mit den Folgen der Ölpest im Golf von Mexiko genau auseinandergesetzt hat, so dass die Flora und Fauna im Küstengebiet Brasiliens niemals einer Ölkatastrophe ausgesetzt sein wird.