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BP: Ratingagenturen senken Bewertung – BP auf Negativliste

BP: Ratingagenturen senken Bewertung – BP auf Negativliste

Der britische Mineralölkonzern BP kämpft seit Wochen mit der immer schlimmer werdenden Ölpest im Golf von Mexiko. Nachdem das Unternehmen zwischenzeitlich 25 Prozent Marktkapitalisierung verloren hat senken jetzt auch noch die Ratingagenturen ihre Bewertung, da die Zweifel an der Kreditwürdigkeit des Ölmultis größer werden.

Zum einen änderte die Ratingagentur Moody’s ihre Bewertung von Aa1 auf Aa2. Außerdem wird BP unter dauerhafte Beobachtung gestellt, um eine weitere kurzfristige Änderung des Ratings nicht auszuschließen.

Durch die Ölpest im Golf von Mexiko rechnet Moody’s mit hohen Kosten für Aufräumarbeiten und Säuberung des Meeres. Außerdem sieht Moody’s hohe Prozesskosten auf BP zukommen.

Die Ratingagentur Fitch hat auch ihre Bewertung des Ölkonzerns nach unten verändert. Aus einem AA+ ist ein AA geworden. Fitch hat BP außerdem auf die Negativliste gesetzt, um das Unternehmen unter Beobachtung zu halten.

Die Bewertungen von BP sind immer noch gut. BP hat dementsprechend noch immer eine gute Kreditwürdigkeit. Sollten allerdings die Probleme im Golf von Mexiko weiterhin anhalten, dann wird das Rating nochmals abgestuft.

Durch das Explodieren und anschließende Sinken der Bohrinsel „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko droht die größte Ölpest in der Geschichte der USA. BP, Betreiber der Bohrinsel, ist es bisher nicht gelungen, die lecken Bohrlöcher am Grund des Meeres zu stopfen. Es fließen täglich bis zu drei Millionen Liter Rohöl ins Meer.