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BP: Ölpest wegen 10 Millionen Euro Einsparungen

BP: Ölpest wegen 10 Millionen Euro Einsparungen

Die Ölpest im Golf von Mexiko nimmt immer schlimmere Ausmaße an. BP ist nicht in der Lage, die lecken Bohrlöcher am Grund des Golfs von Mexiko zu stopfen. Alle Versuche sind bislang fehlgeschlagen. Lediglich die vor etwas mehr als einer Woche installierte Glocke über den defekten Bohrlöchern soll dazu führen, dass ein minimaler Teil des austretenden Öls aufgefangen werden kann.

Vor dem US-amerikanischen Kongress musste sich jetzt die Führung von BP für die Ölkatastrophe verantworten.

Dabei ist herausgekommen, dass BP zum Schutz des Rohres nur billigen Beton als Schutzhülle verwendet hatte. Außerdem seien nur sechs statt der vorgeschriebenen 21 Stützen für die Rohre der Bohrung verwendet worden. BP konnte durch diese Maßnahmen zehn Millionen Euro einsparen. Angesicht der drohenden Schäden, die mittlerweile in den Medien teilweise auf 60 Milliarden US-Dollar geschätzt werden, ein Kleingeld.

Wenn BP an der gesunkenen Bohrinsel „Deepwater Horizon“ zehn Millionen Euro durch den freizügigen Umgang mit den Sicherheitsmaßnahmen einsparen wollte muss man sich die Frage stellen, bei wieviel Bohrinseln BP diese Sparmaßnahmen noch umgesetzt hat und wo eventuell weitere Zeitbomben der Ölmultis ticken könnten.