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BP drohen Milliarden-Kosten – Dividende ausgesetzt

BP drohen Milliarden-Kosten – Dividende ausgesetzt

Seit Wochen berichten auch wir hier immer wieder über die größte Umweltkatastrophe, die es je gegeben hat durch die Explosion der Ölbohrinsel Deepwater-Horizon.

Jetzt könnte diese zum Milliarden-Grab für BP werden. Auf den Öl-Giganten kommen Kosten in ungeahnter Höhe zu. Bis 37 Milliarden Dollar könnten BP die Entschädigungen, Strafzahlungen und vor allen Dingen die anstehenden immensen Aufräumarbeiten kosten.

Die Ratingagenturen Fitch und Moody’s warnen sogar vor einer Zahlungsunfähigkeit. Der Weltkonzern könne an den auf ihn zukommenden Milliardenkosten zugrunde gehen, da eine weitere Verschlechterung der Kreditwürdigkeit drohe. Die beiden Agenturen senkten am Donnerstag ihr Rating.

Es werden immense Strafzahlungen und Schadenersatzforderungen erwartet, so dass die Aktie weiterhin unter Druck gerät. Bereits bis jetzt hat die BP-Aktie bis zu 35 Prozent ihres Wertes verloren.
Heute hat BP die Zahlung einer Quartalsdividende vertagt. Vom Ölmulti hieß es, die Bedeutung der Dividende für die Aktionäre sei dem Unternehmen voll bewusst, aber das Board werde unter Berücksichtigung der aktuellen Umstände entscheiden, ob Geld an die Aktionäre ausgeschüttet werde.

Minimale Fortschritte wurden von der US-Küstenwache gemeldet, da es gelungen sei, in 1.500 Meter Tiefe das defekte Steigrohr zu durchschneiden. Nun kann der Versuch starten, eine Kuppel auf die Öffnung zu stülpen, von der aus dann das strömende Öl auf ein Schiff gepumpt werden soll. Allerdings könne auch nach dieser „Top Cap“ genannten Aktion möglicherweise weiter Öl ins Meer fließen.