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BP-Chef soll 14 Millionen Abfindung erhalten – für mangelhafte Arbeit?

BP-Chef soll 14 Millionen Abfindung erhalten – für mangelhafte Arbeit?

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/worldeconomicforum/2511032152/##World Economic Forum
BP-Chef Tony Hayward soll bei einem Rücktritt 14 Millionen Euro Abfindung bekommen.

London – Der Chef von BP, Tony Hayward, soll eine Abfindung in einer Höhe von 14 Millionen Euro erhalten, wenn er denn zurücktritt. Das berichtet die britische Tageszeitung „Times“. Für viele Menschen ist eine solche Abfindung nicht verständlich. Immerhin hat Tony Hayward im Zuge der Ölpest im Golf von Mexiko so ziemlich alles falsch gemacht, was ein Konzernchef falsch machen kann, das zumindest die landläufige Meinung.

Außerdem kann sich kein normaler Mensch vorstellen warum jemand, der selbst „kündigt“ eine Abfindung bekommen soll. Die Abfindung erhält er sicherlich nicht für seine glanzvolle Arbeit im Zusammenhang mit dem Untergang der Ölbohrplattform „Deepwater Horizon“ im Golf von Mexiko. Denn hier hat er gezeigt, dass seine Art von Krisenmanagement zu nichts führt und völlig versagt hat.

Laut BBC soll innerhalb der kommenden 24 Stunden eine offizielle Rücktrittserklärung Haywards bekannt gegeben werden. Gerade wegen der aktuellen Situation im Golf von Mexiko und das mangelhafte Krisenmanagement von Hayward ist dieser unter Druck geraten und muss jetzt letztendlich seinen Hut nehmen. BP sieht sich aufgrund der Ölpest mit Mehrkosten von bis zu 60 Milliarden Dollar konfrontiert, Experten gehen jedoch von 100 bis 150 Milliarden Dollar aus.

Stellt sich die Frage, was BP wohl gezahlt hätte, wenn Hayward funktioniert und ein Top-Krisenmanagement abgeliefert hätte?