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Bohrinsel: Ölpest im Golf von Mexiko

Bohrinsel: Ölpest im Golf von Mexiko

Die Ölpest im Golf von Mexiko nimmt immer schlimmere Ausmaße an. Nachdem vor ein paar Tagen im Golf von Mexiko die Bohrinsel „Deepwater Horizon“ explodiert und gesunken war tritt jetzt aus den Bohrlöchern am Grund des Meeres Öl aus.

Täglich treten derzeit 1.000 Barrel (159.000 Liter) Rohöl aus. Der Ölteppich ist aktuell schon 15 Quadratkilometer groß und bedroht die Küste Louisianas. Derzeit wird versucht, die Bohrlöcher mit ferngesteuerten Mini-U-Booten zu stopfen. Am Montag war dies lange Zeit aufgrund des schlechten Wetters nicht möglich. Das Wetter ist zwar etwas besser jedoch ist es aktuell noch nicht gelungen, die Bohrlöcher zu stopfen. Die Bohrinsel gehört dem Unternehmen Transocean und wird von BP betrieben. Man versucht die Bohrlöcher quasi mit einer Art Korken zu verstopfen, wie man das auch von Sektflaschen kennt, sagte ein Mitarbeiter von Transoecean. Damit soll verhindert werden, dass weiterhin Öl in den Golf von Mexiko austritt.

Eine Sprecherin der US-Küstenwache sagte, dass im günstigsten Fall die Bohrlöcher in 1.500 Metern Tiefe in wenigen Tagen verschlossen sind. Das würde bedeuten, dass noch mehrere Tausend Barrel Rohöl ausströmen. Sie sagte aber auch, dass es schlimmstenfalls einige Monate dauern könnte. Das Horrorszenario wäre unter diesen Umstände perfekt.

Da immer mehr Rohöl aus den Bohrlöchern strömt ist das Ausmaß der Katastrophe momentan völlig unklar. Der Ölteppich, der jetzt schon entstanden ist, bewegt sich bedrohlich auf die Küste zu, eine Katastrophe scheint kaum noch abwendbar.

Bild: polandeze