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Bitcoin Millionäre – gibt es die wirklich?

Bitcoin Millionäre – gibt es die wirklich?

Bitcoin Millionäre - gibt es die wirklich?

Die Geschichte von Erik Finman ist einmalig und kaum zu glauben: Mit zwölf Jahren hat Finman bemerkt, dass die Schule nie sein Lieblingsort werden würde – und obwohl er mit Sicherheit nicht der einzige Schüler war, der diese Erkenntnis gewonnen hat, konnte er seine Eltern zu einer Wette überreden: Sollte er vor dem 18. Lebensjahr Millionär sein, dann müsse er nicht auf das College gehen – seine Eltern stimmten der Wette zu,.

Finman nahm den 1.000 US Dollar-Scheck, den ihm seine Oma geschenkt hatte, und kaufte in weiterer Folge Bitcoins. Damals lag der Preis bei rund 12 US Dollar/Bitcoin. Bevor Finman 18 Jahre alt war, wurde er tatsächlich zum Millionär. „Man muss sich nur bewusst sein, dass es starke Schwankungen gibt. Vor allem dann, wenn man große Geldbeträge investiert. In der Vergangenheit gab es beim Bitcoin immer starke Rücksetzer und diese kann man auch in der Zukunft erwarten. Aber unterm Strich geht es wohl immer wieder bergauf. Es mag zwar Wochen oder Jahre dauern, das weiß niemand, aber es wäre die falsche Strategie, nach dem Kursrutsch zu verkaufen. Die Chance, dass der Bitcoin nach einem Absturz wieder steigt, ist hoch“, so Finman.

Aber nicht nur Finman konnte mit der Kryptowährung zum Millionär werden. Es gab noch andere Investoren, die mit Weitsicht und einer Portion Glück zu Millionären wurden.

Brock Pierce – vom Kinderstar zum Krypto-Millionär

Brock Pierce, der Anfang der 1990er Jahre in den Filmen „Mighty Ducks“ „Litte Big Boss“ sowie „Ein Satansbraten ist verliebt“ zu sehen war, stand das letzte Mal mit 17 Jahren vor der Kamera („Jäger der verborgenen Schatzkammer“).

Im Jahr 2014 wurde der ehemalige Kinderstar zum Geschäftsführer der Bitcoin Foundation. Der in San Juan lebende Millionär hat auch am Aufbau von Blockchain Capital, Coinbase, Bitfury, Coinbase, Mastercoin, Ethereum sowie Tether mitgeholfen.

Die Winklevoss-Zwillinge

Das Duo wurde erstmals von der Öffentlichkeit wahrgenommen, als sie gegen Facebook vor Gericht zogen. So haben Tyler und Cameron den Facebook-Chef Mark Zuckerberg verklagt, da dieser ihnen die Idee für die Plattform gestohlen haben soll. Letztlich konnte man einen Vergleich schaffen, der Zuckerberg dazu verpflichtete, die Winklevoss-Zwillinge mit 65 Millionen US Dollar zu entschädigen. Das Geld wurde in verschiedene Risikoprojekte investiert – unter anderem in den Bitcoin sowie Ether gesteckt.

Millionär dank Ripple

Chris Larsen, erfahrener Unternehmen sowie Investor, stieg 2012 in die Krypto-Welt ein. Mit Jed McCaleb hat er Ripple Labs Inc. gegründet und Ripple (XRP) auf den Markt gebracht. Die Kryptowährung war zu Beginn als Konkurrent zum altbekannten Bankensystem zu sehen. Geplant waren schnellere sowie auch wesentlich günstigere Transaktionen. Vor allem bei internationalen Geldtransfers sind Gebühren oft ein entscheidender Faktor.

Chris Larsen besitzt um die 5,2 Milliarden XRP Coins und hält eine 17%ige Beteiligung am Unternehmen Ripple Labs Inc.

Vom Elektroingenieur zum Millionär

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Micree Zhan Ketuan, ein chinesischer Elektroingenieur, ist ebenfalls dank Bitcoin reich geworden. Jedoch ist Ketuan der Öffentlichkeit kaum bekannt. Ketuan hat mit Wu Jihan Bitmain, einen Krypto Mining-Riesen, gegründet, zu dem die größten Bitcoin Mining-Pools gehören – Antpool sowie BTC.com. Des Weiteren gehört das Unternehmen zum größten Anbieter für die dafür erforderliche Mining-Hardware. Ketuan besitzt rund 36 Prozent des Unternehmens – dem Gründungspartner gehören 20 Prozent.

Kann jeder durch Bitcoin Millionär werden?

Man kann natürlich über Bitcoin Superstar spekulieren oder über eine bestimmte Kryptobörse Geld in den Markt investieren und bei entsprechender Marktentwicklung hohe Gewinne einfahren. Geht man das entsprechende Risiko ein und hat noch eine Portion Glück, so kann man sehr wohl Gewinne im sechsstelligen Bereich erzielen – aber auch hohe Verluste einfahren, die bei derartigen Summen natürlich auch für den finanziellen Ruin sorgen können. Wer nämlich sein gesamtes Erspartes investiert, weil man glaubt, der Preis steigt, wobei dann der Absturz folgt, muss am Ende einen enormen Verlust akzeptieren.

Wer mit Bitcoin und Co. spekuliert, sollte daher immer nur frei verfügbares Kapital investieren und nie Geld in den Markt stecken, das für monatliche Fixkosten – so etwa für Miete oder Leasing- wie Kreditraten – benötigt wird.