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Betriebskrankenkasse: Sicherheitsloch betrifft Millionen von Kundendaten

Betriebskrankenkasse: Sicherheitsloch betrifft Millionen von Kundendaten

Bei der BKK Gesundheit, sie ist die größte Deutsche Betriebs-krankenkasse, gibt es anscheinend Sicherheitsprobleme. In der ARD wurde vorab in der Sendung „Kontraste“ behauptet, dass eventuell sehr sensible medizinische Daten in falsche Hände gelangt sein könnten. Es besteht die Möglichkeit, dass bis zu 1,5 Millionen Versicherte von dem Sicherheitsleck betroffen sind.

Wie die BKK nach einer Anfrage der Fernsehsendung zugegeben hat, gäbe es möglicherweise Sicherheitslücken in den eigenen Systemen. So sei es wohl Subunternehmern möglich gewesen mit privaten Computern auf die Daten der Versicherten zuzugreifen. Wie berichtet wurde hat die BKK wohl im Zusammenhang mit einem Erpressungsversuch Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt.

Anscheinend hatte die BKK einen externen Dienstleister damit beauftragt, die Telefon-Hotline der Krankenkasse zu betreuen. Der Dienstleister wiederum hat den Auftrag an einen fremden Subunternehmer abgegeben, der wohl unter anderem Aushilfskräfte eingesetzt hat, die ungelernt waren. Wie die Fernsehsendung berichtete waren diese Arbeitskräfte in der Lage medizinische Daten der Krankenkassen-Mitglieder auf privaten Laptops und Computern abzurufen, zu speichern und gegebenenfalls weiterzuverarbeiten. Anscheinend habe das Subunternehmen die Identität der Aushilfskräfte nicht intensiv genug geprüft.

Peter Schaar, Bundesdatenschutzbeauftragter, zeigte sich ob dieser Umstände schockiert und bezeichnete die Angelegenheit als skandalös. In der ARD sagte er dazu, dass er solch einen leichtfertigen Umgang mit Sozialdaten noch nicht erlebt hätte.
(Quelle: RP Online)