close
Berlusconi/Italien: Wieder „Frauenheld-Skandal“ – Lieber junge Frauen als schwul

Berlusconi/Italien: Wieder „Frauenheld-Skandal“ – Lieber junge Frauen als schwul

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/spiritolibero85/2576696449/sizes/m/in/photostream/##Alessio85
In Italien gibt es einen weiteren Skandal um den Ministerpräsidenten Berlusconi. Es geht wieder einmal um eine höchstwahrscheinliche Geliebte, nämlich um eine Beziehung zu einer jungen Marokkanerin.

Die Opposition spricht von einer Schande für ganz Italien. Das dürfte Berlusconi tatsächlich aber überhaupt nicht stören. So war er ja schon sehr oft in die Negativ-Schlagzeilen mit seinen zahlreichen Frauenaffären geraten, die ihm bis heute nicht in seinem Amt, wohl aber in seinem Ansehen geschadet haben.

Zu dem jetzigen Skandal meinte er, das eine Schwäche für junge Frauen besser sei als schwul zu sein. Diese Äußerung sorgte für Empörung bei den Homosexuellen-Verbänden in Italien. Paolo Patanè, Vorsitzender der Organisation „Arcigay“ forderte eine öffentliche Entschuldigung. Er meinte, dass seien billige und vulgäre Worte, die nur abstoßen könnten.

Die jetzige Berlusconi-Affäre kursiert unter dem Schlagwort „Bunga-Bunga“. Möglicherweise einem Begriff für bestimmte sexuelle Praktiken auf Berlusconis häufigen Frauen-Treffen. Der Ministerpräsident Italien hatte sich persönlich für eine 17-jährige Teilnehmerin dieser Treffen namens „Ruby“ eingesetzt, die von der Polizei wegen Diebstahlsverdacht festgenommen wurde.

Es ist völlig unverständlich, wie die italienische Bevölkerung solch einen Mann immer wieder in die Politik wählt, obwohl alle mittlerweile wissen, dass er sein Privatleben wichtiger nimmt als sämtliche Staatsgeschäfte und seine Macht wohl immer wieder missbraucht, um seiner Lust weiterhin ungeschoren frönen zu können.