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Berliner Unternehmen soll Tritium an Iran geliefert haben – Ermittlungen sind aufgenommen

Berliner Unternehmen soll Tritium an Iran geliefert haben – Ermittlungen sind aufgenommen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/takver/4564962745/sizes/o/in/photostream/##Takver
Gegen ein Berliner Unternehmen sind Ermittlungen aufgenommen worden, da die Firma anscheinend versucht hat, das radioaktive Gas Tritium, das zum Bau für Atomwaffen benötigt wird, an den Iran zu liefern.

Die Staatsanwaltschaft in Berlin ermittelt gegen den Geschäftsführer der Firma. Man wirft Ahmad R., deutsch-iranischer Geschäftsführer des Unternehmens, vor, dass dieser gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen haben soll.

Schon seit 2006 beschäftigt der Fall die Behörden, denn damals hatte die iranische Atomenergieorganisation (AEOI) bei dem Berliner Unternehmer das Tritium bestellt. Vereinbarungsgemäß hat dieser auch liefern wollen. Die Firma aus Berlin hat das Tritium im Dezember 2007 in den Iran schicken wollen. Allerdings ist es dazu nicht gekommen, da man die Sendung am Amsterdamer Flughafen Shiphol abgefangen hatte.

Die Menge, die versucht wurde an den Iran zu liefern, ist den Angaben des Irans zu Folge ohnehin viel zu gering, um damit Atomwaffen zu bauen. Von Seiten des Anwalts von Ahmad R. war bislang keine Stellungnahme zu erhalten.