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Berliner „Häuserkampf“ – 40 verletzte Polizisten, 150 Festnahmen

Berliner „Häuserkampf“ – 40 verletzte Polizisten, 150 Festnahmen

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/michael-panse-mdl/3447232032/sizes/m/in/photostream/##Michael Panse
Radikale Autonome lieferten sich mit der Polizei in Berlin ausufernde Auseinandersetzungen. Dabei wurden 40 Polizisten verletzt. Die Beamten mussten sich sogar streckenweise zurückziehen, weil sie der Lage nicht mehr Herr wurden.

Bei den Auseinandersetzungen geht es um das Haus Liebigstraße Nummer 14 im Stadtteil Friedrichshain in Berlin, für das es einen Räumungsbefehl gibt. 700 Beamte, die im Einsatz für die Räumung waren, nahmen 17 Personen wegen Landfriedensbruch und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte fest.

Die Mietverträge für das Haus Liebigstraße 14 in Berlin waren schon vor langem gekündigt worden. Es soll bis Februar geräumt werden. In dem genannten Haus wohnen noch 25 „Hausbesetzer“. Die Polizei hat ihrer Kräfte verstärkt, weil für Mittwoch weitere autonome Gruppen aus Osteuropa erwartet werden. Es droht ein harter Kampf mit den Ordnungshütern und autonomen Gruppen.

Die Szenerie weckt Erinnerungen an die frühen 70er Jahre der außerparlamentarischen Opposition (APO) als es in Frankfurt am Main im Westend ständig Häuserbesetzungen und Krawalle mit der Polizei gab. Damals richteten sich die Proteste um Grundstücksspekulationen und die Verdrängung der dortigen Mieter, es ging um bürgerferne Stadtplanung zugunsten neuer Bürogebäude.