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Benzingipfel gut gemeint, schlecht gemacht: Autofahrer verweigern weiter Biosprit E10

Benzingipfel gut gemeint, schlecht gemacht: Autofahrer verweigern weiter Biosprit E10

Bild: ##http://www.flickr.com/photos/greenron/5132855136/sizes/m/inphotostream/##GreenRon
Auch nach dem sogenannten Benzingipfel und halbherziger Information, Aufklärung war es sicher nicht, eher Verwirrung, verweigern die Autofahrer weiterhin dem Biosprit den Zugang zu ihren Motoren. Sicher haben die Produzenten nicht mit der Deutschen liebstem Kind und der berechtigten Vorsicht hier gerechnet.

Gut so, denn bisher ist nicht hinreichend geklärt worden, ob oder ob nicht man dieses E10 tanken kann. Dass man es soll, scheint klar zu sein. Die Industrie müsste sonst zugeben, fehlerhaft kalkuliert zu haben.

Durch die schlechte Information und die zu Recht „sturen“ Autofahrer wird es immer enger beim Superbenzin. So hört man von Klaus Picard, dem Hauptgeschäftsführer des Mineralölwirtschaftsverbandes in der „Bild-Zeitung“, dass es flächendeckend zu befristeten Versorgunsgengpässen beim Superbenzin komme. Es werde an den Tankstellen, die kein Superbenzin mehr hätten, dann eben nur noch E10 verkauft. Da kann man nur empfehlen, weiter nach einer anderen Tankstelle zu suchen.

Das sieht aus wie eine Erpressung. Picard widerspricht diesem Zwang und meint dazu, dass es eben zu wenig Superkraftstoff am Markt gebe. So weit so schlecht, hier wird offenbar pro Biosprit manipuliert. Der Auto Club Europa plädiert dagegen mit einem Steuerrabatt auf den Biosprit, denn dieser sei kein Mineralölprodukt und deshalb könne man darauf nicht die volle Steuer erheben. Hier würden die Tankstellenkunden für dumm verkauft.

Da kann man dem ACE nur beipflichten. Aber dieses Spiel hat Methode, nicht nur beim Biosprit, es gilt für die gesamte Politikerlandschaft zur augenblicklichen Zeit vor Wahlen in Deutschland. Gut, dass die Bürger oft schlauer sind als viele Politiker mittlerweile annehmen.