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Begrifflichkeiten im Online Trading

Begrifflichkeiten im Online Trading

18. Januar 2021
Begrifflichkeiten im Online Trading 11

Im Rahmen des Online Tradings kommen sehr viele Begriffe vor, hinter denen sich unterschiedliche Möglichkeiten des Handelns verbergen. Die Zeiten, in denen man unter „Online Trading“ lediglich den Kauf von Aktien an der Börse über das Internet verstand, sind längst Vergangenheit. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Finanzinstrumenten, die man nutzen kann, um auf Börsenkurse zu spekulieren.

Im Folgendem Artikel widmen wir uns drei Begriffen, die man immer wieder im Zusammenhang mit Online Trading hört und sehen uns an was genau sich dahinter verbirgt:

CFD (Contract für Difference), Differenzkontrakte

Bei CFDs, oder zu Deutsch Differenzkontrakte, handelt es sich um gehebelte Finanzinstrumente, mit denen man sowohl auf steigende als auch fallenden Börsenkurse spekulieren kann.

„Gehebelt“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Möglichkeit besteht das eigentlich eingesetzte Kapital durch Nutzung eines Hebels zu vervielfachen. Dadurch hat man die Möglichkeit mit einem viel größeren Tradingvolumen zu handeln, was dazu führt, dass schneller Gewinn, aber natürlich auch Verlust möglich ist. Die Differenz zwischen eingesetztem Betrag und tatsächlichem Handelsvolumen wird dem Trader sozusagen als Kredit vom CFD Broker zur Verfügung gestellt, für den bei Positionseröffnung und deren Schließung am gleichen Tag keine Zinsen fällig werden. Hält man eine Position über die Börsenzeiten hinaus geöffnet, dann wird jedoch eine kleine Gebühr dafür erhoben. Deswegen eignen sich CFDs in erster Linie zum Daytrading.

Der Handel mit Differenzkontrakten gilt als sehr risikoreich und sollte nur von erfahrenen Tradern betrieben werden.

Forex

Ein Begriff den man häufiger in Zusammenhang mit Online Trading hört ist „Forex“. Dies ist eigentlich eine Abkürzung und steht für „Foreign Exchange“. Forex beschreibt in erster Linie den Handel mit Währungen. So kann man z.B. CFDs im Forex-Bereich traden.

Dabei handelt es sich also nicht um ein eigenes Finanzinstrument, sondern um ein Handelsprodukt, wie z.B. auch Aktien, Rohstoffe, Kryptowährungen oder Fonds.

Das beliebteste und somit meistgehandelte Währungspaar ist übrigens EUR/USD, also der Kurswert von Euro zu US Dollar.

Binäre Optionen

Dabei handelt es sich um ein mittlerweile in der EU verbotenes Finanzinstrumente, weswegen man von diesbezüglich Angeboten im Internet Abstand nehmen sollte.

Binäre Optionen beschreiben Termingeschäfte in denen man einen Betrag X darauf setzt, ob nach einer festgelegten Zeit der Börsenkurs eines Werts höher oder niedriger ist als zum Zeitpunkt des Abschlusses der Wette. So kann man z.B. darauf wetten wie ein Kurs in 60 Sekunden, einer Stunde, einem Tag, oder in einem Monat stehen wird. Liegt man mit seiner Einschätzung richtig, so kann man bis zu 80% des eingesetzten Betrags gewinnen. Liegt man falsch, hat man aber natürlich den gesamten Einsatz verloren.

Aufgrund der Beschaffenheit dieses „Finanzinstruments“ wird es in erster Linie von Anfängern genutzt, die keine Kenntnis im Bereich des Tradings haben. Da Binäre Optionen auf diese mehr dem Charakter des Glücksspiels entsprach als dem Trading entschied man sich in der EU auch dazu diese zu verbieten.

Brokerwahl je nach Tradingstil

Da es nicht nur unterschiedliche Finanzinstrumente gibt, sondern auch verschiedene Finanzprodukte, muss jeder Trader individuell an die Wahl eines Online Brokers herangehen. Dazu sollte man sich im Vorfeld genau überlegen was und auf welche Art man handeln möchte. Denn je mehr man sich spezialisiert, umso günstiger wird man Online Trading betreiben können.

So gibt es z.B. CFD Broker die eine riesige Auswahl an handelbaren Werten aus allen Bereichen bieten. Möchte man sich aber z.B. nur auf Forex spezialisieren, dann tut man gut daran nach einem CFD Broker zu suchen, der ebenso auf diesen Bereich spezialisiert ist. Dadurch, also durch die kleinere Auswahl an handelbaren Werten eben beschränkt auf Forex, bieten diese Broker zumeist bessere Konditionen an.

Das sollte man in jedem Fall bei der Suche nach einem Broker berücksichtigen.